Klammerbeutel

Irgendwo muss man seine Wäscheklammern ja aufbewahren. Von früher kenne ich diese klassischen, genähten Kleidchen auf einem Kleiderbügel und so sollte mein Klammerbeutel auch aussehen. Nur, dass ich dafür ein altes T-Shirt verwendet habe, dass inzwischen in der Breite zu- und in der Länge abgenommen hatte (und ich stehe nicht so auf bauchfrei).

Klammerbeutel 1.0

Der Halsausschnitt wurde vergrößert und bekam einen farbigen Rand.

Klammerbeutel 1.0

Drahtbügel aus der Reinigung rein, fertig. Sieht doof aus und die Schulter rutschen ständig vom Bügel, ne, so nicht.

Klammerbeutel 1.0

Also den Rest von dem (ebenfalls alten und unförmigen) T-Shirt genommen, aus dem ich bereits den Halsrand genäht hatte, reingesteckt, schon besser.

Klammerbeutel 1.0

So hing der Beutel also ein-zwei Jahre, mein unschuldiges Schäfchen glotzte mich immerzu an, und der Jersey bewies, dass Jersey vor allem eines ist – dehnbar. Das Shirt leierte immer mehr aus, man musste immer tiefer greifen, um an die Wäscheklammern zu kommen, und erste Löcher zeigten sich. Ein neuer Beutel musste her.

Klammerbeutel 2.0

Es war Zeit für Klammerbeutel 2.0, ebenfalls aus einem alten Shirt (aber weniger dehnbarem Stoff). Nach gut 16 Jahren konnte ich das T-Shirt dann doch einmal aussortieren, aber es ist mit Erinnerungen verbunden. Jetzt erinnert es mich beim Wäsche aufhängen an einen schönen Urlaub mit meiner Brieffreundin.

Klammerbeutel 2.0

Diesmal habe ich auf die Ärmel verzichtet und den Beutel auch insgesamt etwas kleiner gemacht. Auch hier dient wieder ein Bügel aus der Reinigung als Aufhänger, den konnte ich passend zurechtbiegen und die Enden umbiegen, damit es passt.

Klammerbeutel 2.0

Damit die ganze Sache nicht so weit durchhängt und nicht ganz so leicht vom Bügel rutscht, habe ich mittig hinten noch einen Druckknopf angebracht. Bisher funktioniert die Sache und erfüllt ihren Zweck.

Klammerbeutel 2.0

Und statt Schäfchen grinst mich jetzt Das Engelchen an, das manchmal auch ein Teufelchen ist.

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Zweites Leben für ein Schlafschaf

Zweites Leben für ein – was?! Ein Schlafschaf? Richtig gelesen. Das Schlafschaf-Shirt habe ich gefühlt schon Ewigkeiten (die 10 Jahre dürfte es schon lange geknackt haben), es war auch noch tragbar und hatte nur etwas Länge verloren. Aber es hatte lange Ärmel (was bedeutet, dass ich meist ein T-Shirt drüber trage, dann sieht man aber das Schlafschaf nicht) und irgendwie erinnerte es auch eher an Schlafanzug (dafür aber zu warm, kein Mensch braucht lange Ärmel im Bett). Also eigentlich führte es im Schrank ein ziemliches Schattendasein. Das ist jetzt beendet und es bekommt ganz viel Licht.

Schafskissen

Ich habe ihm ein zweites Leben als Kissen eingehaucht. In Kombination mit einem Topp, das definitiv zu viel Länge verloren hat, um noch tragbar zu sein, aber passend ebenfalls gestreift war.

Schafskissen

Ein Kissen in einer schönen Größe hatte ich bereits vor einiger Zeit besorgt, jetzt habe ich endlich auch die Zeit gefunden, die beiden Shirts in einen Bezug zu verarbeiten.

Schafskissen

Dass die blau/lila-Streifen vorne und hinten versetzt aufeinander treffen, ist übrigens Absicht. Erst wollte ich es passend nähen, fand es dann so aber doch irgendwie interessanter.

Schafskissen

Auf der anderen Seite überlappt der Stoff etwas zum Hotelverschluß. Und so sieht es dann als ganzes Kissen aus. Ein gemütliches Schlafschaf-Kissen mit vielen Streifen, ich bin begeistert 🙂

Schafskissen

Verlinkt: Upcycling bei facile et beau, HoT, crealopee, Kissenparty 2018

Wäsche auf Reisen

Manchmal ist es einfach praktisch, frische Wäsche und Dreckwäsche trennen zu können. Zum Beispiel, wenn eine Reise mehrere Stationen umfasst. Oder überhaupt seine Wäsche so zu verpacken, dass auf einer längeren Zugfahrt beim Kramen nach der Reiselektüre gleich noch Socken und Unterhosen auf Nachbars Schoß purzeln. Also habe ich ein Wäschestück, von dem ich mich einfach nicht trennen kann, zu einem Wäschebeutel umfunktioniert.

Wäschebeutel

Warum ich mich von diesem alten T-Shirt nicht trennen kann: es zeigt mich am Morgen vor dem ersten Kaffee 😀

Wäschebeutel

Allerdings ist das Shirt sehr in die Jahre gekommen und mit jeder Wäsche hat der Druck mehr gelitten. So hat es jetzt ein zweites Leben bekommen.

Wäschebeutel

Genäht ist so ein Beutel ja schnell, eigentlich ist es auch nichts anderes, als ein Turnbeutel. Zuschneiden, an 3 Kanten zusammennähen, oben ein Tunnelzug rein, fertig. Und auch schon erfolgreich bereist 🙂

Verlinkt: crealopee

Ein Utensilo fürs Klopapier

Ungefähr so sieht er nämlich aus, unser „Klorollenhalter“: wie ein rundes Utensilo. Der eigentliche Halter im Bad ist so blöd an der Wand angebracht, dass man sich total verrenken muss um ans Papier zu kommen. Also war schnell klar, wir brauchen eine Alternative.

Klorollenhalter

Genäht habe ich den Halter aus einem Stück Kaffeesack und Omas alter Bettwäsche. Und ja, es ist einfach nur ein kreisrundes Utensilo mit einer Befestigungsschlaufe. Mit einem Druckknopf verschließen und fertig 🙂

Klorollenhalter

Bommelmütze aus handgefärbter Wolle

Lange lag diese Wolle in der Schublade, weil ich nicht so recht wusste, was ich daraus stricken sollte. Ist sie doch etwas ganz besonderes – nämlich handgefärbt!

Handgefärbte Wolle

Gemeinsam mit einer Freundin zog ich das „Projekt Wollefärben“ vor einiger Zeit durch. Wir hatten uns für diesen ersten Versuch 2 Farben ausgesucht, Indigo (blau) und – wenn ich mich richtig erinnere – Walnuss (gelb). Bei Letzterem bin ich mir aber alles andere als sicher, es könnte auch was anderes gewesen sein… Puh, wenn man sich nicht alles aufschreibt 😉

Bommelmütze

Irgendwann fiel dann jedenfalls die Entscheidung: eine gestreifte Bommelmütze sollte es werden, oder eher eine Zipfelmütze? Also jetzt nicht gleich an Zwerge denken, es gibt auch Zipfelmützen ohne Zwerge.

Bommelmütze

Gestrickt habe ich einfach immer nur rechte Maschen (bis auf den Rand, der ist rechts-links gestrickt um schön dehnbar zu sein).

Bommelmütze

Gefüttert ist die Mütze auch, damit sie so richtig schön warm ist. Dazu habe ich ein aussortiertes T-Shirt verwendet und wie bei meiner Doppel-Bommelmütze auch ein Beanie nach dem Schnitt von Hamburger Liebe als gekürzte Variante genäht.

Bommelmütze

Und auch hier darf eine Bommel natürlich nicht fehlen!

Natürlich habe ich mir beim Stricken auch die Frage gestellt: eine Zipfelmütze, geht das? Aber ja, das geht sehr gut und ist nicht nur eine Kopfbedeckung für Kinder. Ich finde die Mütze jedenfalls grandios!

Verlinkt: HäkelLine, Stricklust, Upcycling Linkparty

Damit der Koffer auch ankommt

Die meisten haben ihre Reiseplanung vermutlich schon lange abgeschlossen und sind schon längst aus dem Urlaub zurück. Meine Reiseplanung läuft noch auf Hochtouren. Allerdings wird es kein Urlaub, sondern Arbeit. Sonst würde ich wohl auch nicht fliegen. Und weil ich normalerweise nicht fliege, fehlen mir natürlich die üblichen Accessoires, wie z.B. ein Kofferanhänger.

Kofferanhänger

Hat ja jeder, braucht man ja ständig… nur ich halt nicht. Also habe ich mit meinen ungefähren Vorstellungen, wie der Anhänger aussehen und was er können soll, das Internet durchforstet und ob ihr es glaubt oder nicht, keine Nähanleitung hat mir komplett zugesagt. Also schnell selbst entwickelt (schnell heißt in diesem Fall, dass ich im Frühjahr den Prototyp entwickelt und erst jetzt „meinen“ Anhänger genäht habe).

Kofferanhänger

Was sollte er können? Er sollte eine Klappe haben, damit nicht jeder sofort die Adresse lesen kann. Und er sollte am Koffer befestigt werden ohne Druckknöpfe und Co, damit da nichts abreißen kann. Das Ergebnis seht ihr hier. Ob es tatsächlich einen Flug gut übersteht, sehen wir dann demnächst. Und wenn ja, schreibe ich auch noch eine Anleitung dazu.

Der Stoff ist übrigens ein Rest von meinem Küchenvorhang, den ich kürzen musste. Also eine perfekte Resteverwertung. Für die durchsichtige Folie habe ich ein Stück abwaschbare, durchsichtige Tischdecke gekauft. Ich wurde im Laden zwar etwas seltsam angeschaut, aber es war kein Problem, nur 20 cm Tischdecke zu bekommen 😀

Verlinkt: Nähzeit am Wochenende, Stoffresteparty, crealopee, HAPPYrecycling, facile et beau – Upcycling Linkparty

Gürteltasche 2.0

Für die Arbeit habe ich mir bereits vor einiger Zeit eine Gürteltasche genäht. So habe ich Schlüssel und Portemonnaie immer dabei und (meist) auch einen Zettel und Bleistift. Tasche Nr. 1 war allerdings noch etwas dilettantisch genäht (es waren ein paar Denkfehler dabei) und nachdem ich sie fast 2 Jahre jeden Tag am Gürtel hatte, musste ich sie schon flicken, da der Cord durchgewetzt war. Also Zeit für Gürteltasche 2.0.

Gürteltasche

Diesmal habe ich die Tasche ganz in schwarz gestaltet, das passt zu allem und sieht seriös genug aus für die Arbeit. Wieder ist es ein Cordstoff geworden, ich habe hier eine alte Hose verarbeitet.

Gürteltasche

Die Gürtelschlaufen habe ich diesmal ein bißchen anders gestaltet, hier lag bei der ersten Version auch der Denkfehler. Ansonsten habe ich Form und Gestaltung gelassen, Nr. 1 hat sich hier bewährt.

Gürteltasche

Ach nein, noch eine Sache habe ich verändert: die Art und Weise, wie ich den Reißverschluß eingenäht habe. Bei Nr. 1 habe ich mich noch abgemüht und den Reißverschluß direkt eingenäht (allerdings kriege ich das nie so richtig gut hin), diesmal habe ich die einfachere Variante gewählt und die Taschenvorderseite geteilt.

Gürteltasche

Auch 2.0 hat eine kleine, aufgesetzte Tasche. Diese wird mit einem Druckknopf verschlossen und beinhaltet (meist) einen Notizzettel und Bleistift.

Gürteltasche

Ein Futter habe ich mir gespart. Das könnte man sicherlich machen, aber da man die Innenseite der Tasche sowieso nicht sieht, der Cordstoff steif genug ist und ich faul bin, habe ich darauf verzichtet. Vielleicht dann bei 3.0 🙂

Diese Tasche ist auch mein Beitrag zu greenfietsens Taschen-Sew-Along 2016 für den Monat Mai. Das Thema ist „Unterwegs und auf Reisen“ und mit dieser Tasche bin ich jeden Tag unterwegs (und auf Reisen ist sie auch dabei und das Portemonnaie dadurch immer griffbereit).

Verlinkt: Upcycling Linkparty, TT – Taschen und Täschchen, Happy Recycling, Cord, Cord, Cord,

Eine Bommel ist nicht genug

Deshalb hat meine neue Mütze gleich zwei!

Bommelmütze

Da ich die Mütze etwas zu weit gestrickt habe, habe ich sie noch mit einer Beanie aus einem alten Top gefüttert. Damit das passt, habe ich die Beanie allerdings ein ganzes Stück gekürzt.

Bommelmütze

Und was soll ich sagen: Ich liebe meine Doppelbommelmütze! Mit dem Futter ist sie auch richtig warm und es kann noch so windig sein, meine Ohren frieren nicht 🙂

Bommelmütze

Strickanleitung: Modell 54 aus Treffpunkt Wolle Herbst/Winter 2010/2011 von Wolle Rödel

Anleitung Beanie: Hamburger Liebe

Verlinkt: Handmade on Tuesday, creadienstag, HäkelLine, DienstagsDinge, ImmermalwasNeues: Stricklust, Upcycling-Linkparty bei facile et beau

Zwiebelnetz

Endlich (!) liegen unsere Zwiebeln nicht mehr einfach so auf dem Schrank herum, sondern hängen schön luftig am Regal. Ich habe uns ein Zwiebelnetz gehäkelt. Und weil es in der Küche ja durchaus mal etwas fettiger zugeht und ab und zu doch eine Zwiebel zu gammeln anfängt, habe ich gleichzeitig auch den Stapel Plastiktüten reduziert (der erstaunlich groß ist, wenn man bedenkt, dass wir immer brav mit Beuteln einkaufen gehen, z.B. unserer riesigen Nilpferd-Einkaufstasche).

Zwiebelnetz

Gleichzeitig war es auch meine erste „Plastiktütenhäkelei“. 5 Tüten habe ich verbraucht. Das Netz ist stabil und reißfest, für diesen Zweck einfach perfekt.

Zwiebelnetz

Für das Netz habe ich mich an der Anleitung von Grimmskram orientiert, mit ein paar Änderungen (mein „Garn war wohl doch um einiges dicker ;)).

  • Ich habe das Netz kleiner gelassen
  • Um eine gute Eingriffsöffnung zu haben, habe ich nach einigen Runden nur noch mit der Hälfte der Maschen weitergehäkelt (in Bahnen). Dadurch wird die eine Seite des Netzes höher als die andere.
  • Als Rand habe ich feste Maschen gehäkelt und dabei etwa die Hälfte der Maschen abgenommen, sonst wäre das Netz zu groß gewesen
  • Anstatt Henkel habe ich eine dreisträngige Aufhängung angehäkelt. Dazu habe ich von meinem Startpunkt am Rand 60 Luftmaschen gehäkelt, eine Kettmasche zum Verbinden mit der anderen Seite, 30 feste Maschen zurück (bis zur Mitte der Luftmaschen), 30 Luftmaschen in die 3. Richtung, mit einer Kettmasche mit dem Netz verbunden, 30 feste Maschen zurück und noch die fehlenden 30 festen Maschen in die „Start“luftmaschen

Zwiebelnetz

Also ich bin überzeugt, eine super Zwiebelaufbewahrung. Vielleicht häkel ich noch ein Kartoffelnetz…

Das letzte Bild zeigt übrigens auch noch einmal schön mein kartoffelbedrucktes Gewürzregal.

Verlinkt: handmade on tuesday, creadienstag, upcycling, happy recycling

Alte Hausschuhe neu bezogen

Ich habe diese Hausschuhe schon Ewigkeiten, 20 Jahre dürften es wohl sein. Jedenfalls haben wir sie im jugendlichen Eifer vor 17 Jahren mit Edding bunt angemalt. Da meine Füße seitdem nicht gewachsen sind und Qualität halt doch Qualität ist, habe ich die Schuhe immernoch.

Hausschuhe

Ok, ein bißchen ausgelatscht sind sie, aber ansonsten völlig intakt. Nun bräuchte ich eigentlich mal Hausschuhe für die Arbeit, wenn man den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, qualmen einem doch irgendwann die Füße. Aber mit denen wirke ich wohl nicht sonderlich seriös. Was tun? Ran an die Stoffrestekiste!

Hausschuhe

Na? So sehen sie doch gleich viel besser aus. Mein Mann fragte mich auch gleich, ob ich neue Schuhe habe.

Hausschuhe

Die Durchführung war ganz einfach, nur etwas klebrig. Ich habe mir eine Schablone aus Papier gebastelt und auf grünen Leinenstoff übertragen. Den Stoff habe ich mit Kraftkleber auf das Leder geklebt. Für die Umrandung habe ich auch zu Stoffresten gegriffen, lange Streifen zugeschnitten, den Rand umgenäht und dann die Streifen um die Kanten geklebt.

Und weil ich Stoffreste von Kleidern verwendet habe, kann ich sogar mit meinen Hausschuhen im Partnerlook gehen 😉

Verlinkt: rums, crealopee