Bommelmütze aus handgefärbter Wolle

Lange lag diese Wolle in der Schublade, weil ich nicht so recht wusste, was ich daraus stricken sollte. Ist sie doch etwas ganz besonderes – nämlich handgefärbt!

Handgefärbte Wolle

Gemeinsam mit einer Freundin zog ich das „Projekt Wollefärben“ vor einiger Zeit durch. Wir hatten uns für diesen ersten Versuch 2 Farben ausgesucht, Indigo (blau) und – wenn ich mich richtig erinnere – Walnuss (gelb). Bei Letzterem bin ich mir aber alles andere als sicher, es könnte auch was anderes gewesen sein… Puh, wenn man sich nicht alles aufschreibt 😉

Bommelmütze

Irgendwann fiel dann jedenfalls die Entscheidung: eine gestreifte Bommelmütze sollte es werden, oder eher eine Zipfelmütze? Also jetzt nicht gleich an Zwerge denken, es gibt auch Zipfelmützen ohne Zwerge.

Bommelmütze

Gestrickt habe ich einfach immer nur rechte Maschen (bis auf den Rand, der ist rechts-links gestrickt um schön dehnbar zu sein).

Bommelmütze

Gefüttert ist die Mütze auch, damit sie so richtig schön warm ist. Dazu habe ich ein aussortiertes T-Shirt verwendet und wie bei meiner Doppel-Bommelmütze auch ein Beanie nach dem Schnitt von Hamburger Liebe als gekürzte Variante genäht.

Bommelmütze

Und auch hier darf eine Bommel natürlich nicht fehlen!

Natürlich habe ich mir beim Stricken auch die Frage gestellt: eine Zipfelmütze, geht das? Aber ja, das geht sehr gut und ist nicht nur eine Kopfbedeckung für Kinder. Ich finde die Mütze jedenfalls grandios!

Verlinkt: HäkelLine, Stricklust, Upcycling Linkparty

Zebrastreifen

Es ist inzwischen fast 15 Jahre her, dass ich jemandem begeistert beim Socken stricken zuschauen konnte. Hatte ich damals doch geradeso mühevoll das 2-Jahres-Projekt „Schal stricken“ abgeschlossen, konnte ich der Behauptung, dass Socken stricken gar nicht so kompliziert ist, wie es ausschaut, irgendwie nicht so recht glauben. Dennoch, irgendwann packte es mich und ich startete meinen ersten Sockenstrickversuch. Im Wollladen kaufte ich mir dazu ein Regia Magazin (Nr. 43), in dem es neben verschiedenen Sockenmodellen auch eine prinzipielle Anleitung für simple Socken gibt. Das Heft ist völlig ausreichend, eine andere Anleitung habe ich nie gebraucht. Und so entstanden nach Sockenpaar Nr. 1 (das ich an anderer Stelle einmal präsentieren werde) noch viele weitere Paare, unter anderem diese schwarz-weißen Zebrastreifensocken.

Zebrasocken

Inzwischen habe ich bestimmt 8 Paar gestrickt (limitiert durch die Menge an Wollsocken, die ich benötige, und nicht durch die Zeit). Da ich Wollsocken aber immer nur als Übersocken anziehe, benötige ich aber einfach nicht so viele.

Zebrasocken

Passend zu den Socken gibt es noch Armstulpen (das war sogar die Hauptidee, dass ich gestreifte Armstulpen wollte).

Streifenstulpen

Die Stulpen sind ganz einfach gehalten und haben für den Daumen nur ein Loch.

Streifenstulpen

Da ich die etwas kratzige Sockenwolle nicht an den Armen tragen kann, habe ich die Stulpen gefüttert. Dazu habe ich einfach Stulpen aus Futterstoff genäht und eingenäht (nicht komplett, sondern nur stellenweise, damit sich alles nach Bedarf dehnen kann).

Streifenstulpen

Bei den Stulpen hat sich leider ein kleiner Schönheitsfehler eingeschlichen, denn man sieht den im Hintergrund mitgeführten Faden. Bei den Socken habe ich den zweiten Faden stattdessen komplett im Hintergrund geführt und erst wieder zum Farbwechsel dazu genommen. Meine ursprüngliche Sorge, dass der mitgeführte Faden stört und man sich verheddert, traf nicht zu. Das sollte bei den Füßen sowieso kein Problem sein, aber auch bei den Stulpen hätte es wohl nicht gestört. Beim Stricken wusste ich nur noch nicht, dass ich sie später füttern muss…

Jetzt fehlen nur noch gestreifte Strumpfhosen, aber die werde ich ganz bestimmt nicht selbst stricken!

Verlinkt: Meertje: Link your stuff, HäkelLine, Stricklust

Damit der Koffer auch ankommt

Die meisten haben ihre Reiseplanung vermutlich schon lange abgeschlossen und sind schon längst aus dem Urlaub zurück. Meine Reiseplanung läuft noch auf Hochtouren. Allerdings wird es kein Urlaub, sondern Arbeit. Sonst würde ich wohl auch nicht fliegen. Und weil ich normalerweise nicht fliege, fehlen mir natürlich die üblichen Accessoires, wie z.B. ein Kofferanhänger.

Kofferanhänger

Hat ja jeder, braucht man ja ständig… nur ich halt nicht. Also habe ich mit meinen ungefähren Vorstellungen, wie der Anhänger aussehen und was er können soll, das Internet durchforstet und ob ihr es glaubt oder nicht, keine Nähanleitung hat mir komplett zugesagt. Also schnell selbst entwickelt (schnell heißt in diesem Fall, dass ich im Frühjahr den Prototyp entwickelt und erst jetzt „meinen“ Anhänger genäht habe).

Kofferanhänger

Was sollte er können? Er sollte eine Klappe haben, damit nicht jeder sofort die Adresse lesen kann. Und er sollte am Koffer befestigt werden ohne Druckknöpfe und Co, damit da nichts abreißen kann. Das Ergebnis seht ihr hier. Ob es tatsächlich einen Flug gut übersteht, sehen wir dann demnächst. Und wenn ja, schreibe ich auch noch eine Anleitung dazu.

Der Stoff ist übrigens ein Rest von meinem Küchenvorhang, den ich kürzen musste. Also eine perfekte Resteverwertung. Für die durchsichtige Folie habe ich ein Stück abwaschbare, durchsichtige Tischdecke gekauft. Ich wurde im Laden zwar etwas seltsam angeschaut, aber es war kein Problem, nur 20 cm Tischdecke zu bekommen 😀

Verlinkt: Nähzeit am Wochenende, Stoffresteparty, crealopee, HAPPYrecycling, facile et beau – Upcycling Linkparty

Handschuhe und Streifen

Puh, derzeit komme ich einfach zu nichts. Ich bin so viel unterwegs, dass ich gestern sogar meinen Nähtisch zusammengeklappt und weggestellt habe, weil ich ihn derzeit sowieso nicht brauche (jawohl, zusammengeklappt. Mein Nähtisch ist gleichzeitig auch mein Campingtisch, für ein richtiges Nähzimmer/Nähecke haben wir einfach nicht den Platz.). Aber im Hotelzimmer diese Woche gab es diese wunderbaren Streifen, welche mich inspiriert haben, ein paar Fotos von meinen Streifenhandschuhen zu machen.

Streifenhandschuhe

Die Handschuhe sind 1) meine ersten, selbstgestrickten Handschuhe überhaupt, und 2) dann auch noch mit Fingern! und 3) direkt mit Muster. Ich liebe sie (was bedeutet, dass sie leider auch schon an ein paar Stellen geflickt werden mussten…).

Streifenhandschuhe

Den Farbwechsel hätte man bestimmt besser machen können, bei mir sieht das etwas dilettantisch aus. Ich habe die unbenutzte Farbe immer weiter mitgeführt und regelmäßig versucht, mit einzuarbeiten, damit ich nicht so ein Fadenchaos im Handschuhinneren habe. Das sieht man leider…

Streifenhandschuhe

Die Strickanleitung gab es irgendwo im Internet, aber sie ist scheinbar nicht mehr verfügbar. Was die Maschenanzahl – vor allem für die Finger – betrifft, musste ich etwas knobeln, da ich ja nie mit der vorgeschlagenen Wolle und Wollstärke stricke 😉 Das hier ist normale Sockenwolle, als Handschuh aber gut tragbar.

Verlinkt: ImmermalwasNeues: Stricklust, Gehäkeltes und Gestricktes von HäkelLine, crealopee

Mehr Streifen braucht die Welt

Seit Jahren habe ich mich endlich mal wieder ans Nähen von Jersey getraut. Ist ja auch schon über 15 Jahre her, dass ich mir dabei durch den Finger genäht habe (das war zwar weniger schmerzhaft, als man es sich vorstellt, aber noch eine stundenlange Suche nach Metallsplittern im Finger brauche ich nicht!). Jetzt also ein zweiter Versuch.

T-Shirt gestreift

Wieso das ganze, wenn ich solche Angst vorm Jerseynähen hatte? Weil T-Shirts irgendwie immer zu kurz sind. Ein T-Shirt muß so lang sein, dass ich mich strecken kann, ohne dass der Bauch rausschaut. Das hört sich völlig trivial an, scheint für die Modewelt allerdings irgendwie zu viel verlangt zu sein.

T-Shirt gestreift

Und dann liefen mir auch noch diese schönen Streifen über den Weg. Also habe ich kurz gerechnet und dann zugeschlagen. Den Schnitt habe ich von einem gut passenden Shirt übernommen und nach unten noch ein kleines Stück verlängert. Genäht war es dann schnell, T-Shirts sind ja wirklich eine simple Sache.

T-Shirt gestreift

Um die Dehnbarkeit des Stoffes zu erhalten, habe ich einen Zickzackstich verwendet. Ich war zwar erst skeptisch, aber das ging tatsächlich sehr gut. Den Ausschnitt habe ich mit dem gleichen Jersey eingefasst.

T-Shirt gestreift

Die Ärmel hab ich auch gut hinbekommen. Beim nächsten Shirt werden sie aber wohl ein bißchen länger. Jawohl, es wird ein nächstes geben. In Berlin sind mir erneut Streifen begegnet… und ich habe ein paar gekaufte Shirts, die scheinbar auch gerade an Länge verlieren und stattdessen an Breite gewinnen (obwohl sie gute Qualität haben, aber dafür trage ich sie halt auch oft…).

Und heute bin ich für meine Verhältnisse ja schon früh dran für RUMS 25/15