Tierische Eierbecher

Passend zu Ostern möchte ich euch heute unsere Eierbecher vorstellen. Entstanden ist die Idee aus der Not heraus, das wir keine Eierbecher mit Ablagerand für die Schalen hatten. Da ich sowieso zum Töpfern wollte, habe ich uns also zwei Becher getöpfert. Einer natürlich withsheep, aber auch der zweite ist tierisch süß.

Eierbecher

Ein Nilpferd, jawohl.

Eierbecher

Als winzig kleines Detail hat das Nilpferd natürlich auch einen Schwanz.

Eierbecher

Das Schaf hat dafür Dauerwellen auf den Kopf bekommen.

Eierbecher

Natürlich liegt es genauso platt und erschlagen da, wie das Nilpferd. Kein Wunder, wenn man so ein dickes Osterei verputzt hat…

Eierbecher

Die Farben sind doch ein bißchen dunkler geworden, als ich dachte. Aber ein Nilpferd braucht nun einmal Wasser und ein Schaf eine grüne Wiese…

Eierbecher

Mir gefallen die Eierbecher auf jeden Fall.

Eierbecher

Ja, und wie habe ich die Bechergröße hinbekommen? Ich stand tatsächlich mit einem gekochten Ei im Töpferkurs und habe die Becher daran angepasst. Da der Ton beim Brennen noch schrumpft, habe ich die Becher ein Stückchen größer gemacht. Meine Schätzung war wohl ganz gut, denn die Eier passen (natürlich nicht perfekt, da Eier ja unterschiedliche Größen haben und ich auch nicht perfekt rund getöpfert habe).

Verlinkt: Oster-Linkparty bei Himmelsstück, Happy Easter von Kartoffeltiger, crealopee

Mini-Geldbörse 2.0

Im März habe ich euch bereits mein Polen-Portemonnaie gezeigt. Jetzt hat mich das Taschen-Sewalong von greenfietsen endlich dazu gebracht, auch ein Tschechien-Portemonnaie zu nähen (Danke für den Anstoß!).

Portemonnaie

Zugegeben, es ist nicht die tschechische Flagge geworden. Das passte mit den Maßen einfach nicht und das Portemonnaie wäre plötzlich viel länger geworden, als ich es wollte. Aber immerhin habe ich mich an die Farben gehalten (auch wenn man es mit dem Sternstoff jetzt für ein USA-Portemonnaie halten könnte).

Portemonnaie

Die Anleitung ist das zippy wallet von noodlehead, eine Übersetzung (und vor allem Umrechnung der Maße) findet ihr praktischerweise bei just sewn. Auf Vlieseline habe ich aber verzichtet, das ist meiner Meinung nach nicht nötig (jedenfalls bei Baumwollstoffen).

Portemonnaie

Scheine und Münzen werden beide im Hauptfach kuscheln müssen, da ich befürchte, dass die Scheine aus dem Außenfach rausrutschen werden.

Portemonnaie

Die Geldbörse war sehr schnell zu nähen, verwendet habe ich fast nur Stoffreste, die es bei uns umsonst im Stoffladen gibt. Lediglich der Hauptstoff, ein wunderschöner blauer Schäfchenstoff, den eine Freundin mir vor Jahren geschenkt hat, ist kein Umsonst-Rest.

Portemonnaie

Die beiden Portemonnaies vertragen sich übrigens gut – sind doch in beiden Schafstoffe enthalten.

Verlinkt: greenfietsen Taschen Sew-Along, StoffrestepartyTT – Taschen und Täschchen

Küchenschürze die Zweite

Vor Ewigkeiten versprochen und immer wieder vergessen… Meine Schäfchenschürze habe ich euch ja bereits gezeigt, aber Küchenschürze Nr. 2 fehlt noch. Mir ist sie natürlich zu groß, denn sie gehört meinem Mann, aber extra fürs Foto habe ich sie mir mal umgebunden.

Küchenschürze

Bei diesem wunderschönen Nilpferdstoff konnte ich nicht nein sagen. Bindeband und Brusttasche sind als Akzent aus perfekt passendem, einfarbig gelbem Stoff.

Küchenschürze

Stellt sich natürlich die Frage, ob Nilpferde und Schafe sich vertragen. Die Antwort ist eindeutig: Ja! Und ja, beide Schürzen kommen regelmäßig zum Einsatz 🙂

Küchenschürze

Schnitt: eigener (sieht man auch daran, dass ich mich irgendwie vermessen habe…)

Verlinkt: Für Söhne und Kerle, Alles Männersache

Bequemer Stauraum: eine Sitzkiste

Ich finde Kisten total praktisch. Noch praktischer, vor allem in einer kleinen Wohnung, ist natürlich eine Kiste, die gleichzeitig als Hocker dient. Das lässt sich total einfach mit einer gekauften Holzkiste verwirklichen, der man einen bequemen, stoffbezogenen Deckel verpasst.

Sitzkiste

Dies ist Sitzhocker Nr. 2, den ich gebastelt habe. Es ist ziemlich einfach und kann auch wunderbar zum Abbau von Stoffresten dienen (man könnte z.B. den Deckel auch mit Patchwork beziehen).

Sitzkiste

Ich habe den Deckel ganz gemäß meines (gerade dazu ernannten) Mottos „Die Welt ist öde, ohne Schafe“ bezogen (und außerdem heißt mein Blog ja auch withsheep, weil bereits so viele Schafe in unsere Wohnung eingezogen sind). Da ich etwas knauserig bei schönen Stoffen bin und natürlich keinen Zentimeter zu viel verbrauchen möchte, das Beziehen des Deckels aber doch etwas Stoff erfordert, habe ich meinen Motivstoff auf einen anderen, passenden Stoff aufgenäht (zugegebenermaßen etwas schief…).

Sitzkiste

Was braucht man:

  • 1 Holzkiste (aus dem Baumarkt oder selbst zusammen gebaut, meine Kiste hat die Grundfläche 29,5 x 39,5 cm), die Kiste braucht keinen Deckel, den machen wir selbst!
  • 1 Brett, zugesägt etwas größer als die Kiste (mein Deckel ist ca. 30,5 x 40,5 cm groß)
  • dünne Leiste (zugesägt in 4 Teile, die innen am Deckel festgeschraubt werden und das Verrutschen verhindern. Prinzipiell könnte man auch einfach 4 Klötzchen an die Ecken schrauben, das sollte auch ausreichen)
  • Schaumstoff in der gewünschten Dicke, zugeschnitten auf die Deckelgröße (ich habe 5 cm Dicke für bequem befunden)
  • Stoff (Deckelgröße plus Höhe des Schaumstoffs + ca. 1 cm zum Umschlagen und Befestigen am Deckel + ca 1 cm Saumzugabe)
  • ein paar kurze Schrauben zum Befestigen der Leiste am Deckel (kürzer als die Dicke von Leisten und Deckel zusammengenommen!)
  • kleine Nägel, Holztacker (besitze ich nicht, sollte aber gehen) oder Leim (habe ich noch nicht probiert, müsste aber auch gehen) zum Befestigen des Stoffs

Sitzkiste

Wie man dann vorgeht um diese Zutaten alle zusammen zu bekommen, ist relativ einfach: Zuerst solltet ihr den Stoffrand umnähen, damit später nichts ausfranst bzw. ausreißt. Dann macht ihr ein Sandwich aus Stoff, Schaumstoff und Deckelbrett. Dann den Stoff einschlagen. An den Ecken legt ihr den Stoff in eine kleine Falte und schlagt diese ein, damit es ordentlich aussieht. Stoff am Deckel festnageln/tackern/leimen und zuletzt die Holzleisten festschrauben. Das wars auch schon.

Sitzkiste

In meinem Fall musste ich allerdings erst die kleinen Leisten an den Deckel schrauben, weil mein Deckel aus 2 Holzteilen bestand und die Leisten diese zusammenhalten. Das funktioniert auch, ist aber etwas schwieriger zu handhaben und vor allem war es nicht so leicht, den Stoff festzunageln. Und deshalb musste ich auch durchgehende Holzleisten nehmen und konnte nicht die Variante mit Holzklötzchen in den 4 Ecken ausprobieren.

Sitzkiste

Trotz dieser erhöhten Schwierigkeit ist die Kiste sehr schön geworden und es sitzt sich bequem auf dem Deckel. Leider habe ich das Motiv etwas verzogen, aber was solls: ist halt selbst gemacht 😉

Als letzten Schritt empfiehlt es sich übrigens (so man keinen Teppichboden hat), Filzgleiter unter die Kiste zu kleben, damit der Fußboden keine Kratzer bekommt.

Schafstein

Diese Idee habe ich irgendwo im Netz gefunden und für gut befunden. Immerhin ist hier alles „with sheep“.

Schaf Dekostein

Deko ist eigentlich ja nicht so mein Ding, sondern alles sollte einen praktischen nutzen haben. Aber bei Schafen kann ich einfach nicht anders… Ich könnte es aber auch als Briefbeschwerer einsetzen, denn es ist ja ein Stein (übrigens ein Hiddensee-Strandstein).

Schaf Dekostein

Mangels geeigneter Farbe habe ich übrigens auf meine Porzellanmalfarbe zurückgegriffen und den Stein im Ofen gebacken.

 

Ein gemütliches Sonntagsfrühstück…

… mit den besten Croissants der Welt! Jedenfalls der östlichen Welt. Also dem Bereich, den man einst DDR nannte. Denn wir haben herausgefunden: das Geheimnis des Croissantsbackens scheint hier noch nicht angekommen zu sein. Wir wollten schon aufgeben und uns auf Besuch „im Westen“ genauso gierig auf Croissants stürzen, wie auf italienisches Eis*. Aber! Ein Lichtblick, ich entdeckte die Seite von Aurelie Bastian und der 4. Croissantversuch wurde jetzt mit dem Prädikat „genialste Croissants überhaupt“ ausgezeichnet.

Croissants

Et voilà, les croissants!** Aurelie hat zwei verschiedene Croissantrezepte, die Croissants selon „Lenôtre“ haben bei uns geschmacklich aber besser abgeschnitten.

Und wenn wir hier schon in der Küche stehen und uns den Duft frischer, leckerer Croissants um die Nase wehen lassen, löse ich mal noch meine Ankündigung von vor langer Zeit ein und präsentiere endlich mal meine Küchenschürze. 🙂

Küchenschürze Schafe

Natürlich mit Schafen, was auch sonst 😉 Seit ich jede Woche ein Sauerteigbrot backe, ist sie allerdings nicht mehr so sauber.

Küchenschürze Schafe

Den Rand habe ich komplett mit einem schwarzen Streifen eingefasst. Aus dem gleichen Stoff habe ich auch den Mittelstreifen und das Band zum Zubinden genäht. Schnickschnack wie Taschen habe ich mir gespart, sowas verwende ich sowieso nie.

Damit wünsche ich euch einen schönen Sonntag, genießt euer Frühstück!

Verlinkt: crealopee

*auch das ist hier lange nicht so gut! Könnte natürlich damit zusammenhängen, dass „im Westen“ bereits seit Generationen Italiener gutes Eis herstellen und es hierher nur einzelne verschlagen hat. Außerdem stehen hier alle auf Softeis :p

**Oder so ähnlich, ich kann kein französisch…

Coffee cosy

Auf der Arbeit habe ich einen wunderbaren Keramikbecher mit Deckel, der meinen Kaffee lange warm hält. Ab und zu nehme ich die Tasse aber auch einmal mit (zu einer Sitzung oder so) und weil der Becher keinen Henkel hat, wird er doch manchmal ganz schön warm. Jetzt verbrenne ich mir trotzdem nicht mehr die Finger, denn ich habe mir einen Coffee cosy (haben die Dinger eigentlich auch einen deutschen Namen?) gemacht.

Coffee cosy

Weniger zum Kaffee warmhalten als vielmehr zum Finger kühl halten.

Coffee cosy

Verwendet habe ich Filz, das geht schön schnell. Das Schaf hatte ich noch übrig (ich kann ja an Schafen nie vorbei gehen) und damit es nicht hungern muss, hat es noch eine Blume bekommen.

Coffee cosy

Zum Verschließen habe ich einfach auf kleine Haargummis zurückgegriffen. Das finde ich praktisch und ist mir auch lieber, als buntes Gummi am laufenden Meter zu kaufen (in einer Packung Haargummis waren nämlich gleich mehrere Farben).

Coffee cosy

Den Knopf habe ich auf einem Handwerkermarkt gekauft, es ist ein echter Holzknopf. Dass die Farben alle so gut zusammenpassen ist übrigens reiner Zufall, nur den Filz habe ich (vor Ewigkeiten) zusammen gekauft. Auf jeden Fall gefällt mir mein Kaffeebecher so gleich viel besser.

Verlinkt: rums