Kapuzenjacke – ein Meisterstück

Jedenfalls ist sogar mein Mann begeistert und meint, ich hätte mich selbst übertroffen. Ich habe mir auch extra viel Mühe gegeben. Und hier ist sie, meine rot-graue Kapuzenfleecejacke!

rote Fleecejacke

Ich muss euch vorwarnen, dieser Post wird eine Menge Bilder enthalten, denn die Jacke ist voller Details. Genäht habe ich sie nach dem gleichen Schnitt, wie meine grüne Kapuzenjacke – nach dem Burda-Männerschnitt 7734. In Größe 44 passt die Jacke aber auch einer Frau, die eigentlich Größe 36/38 trägt. Natürlich ist die Jacke dann nicht eng anliegend, sondern etwas weiter. Aber mir gefällt das sowieso besser.

rote Fleecejacke

Der Stoff ist, wie bei meiner grünen Fleecejacke auch, zweifarbiges Fleece. Um etwas Abwechslung rein zu bringen habe ich auch hier wieder die eigentlich für Bündchenstoff vorgesehenen Teile durch Fleece ersetzt.

rote Fleecejacke

Und jetzt beginnt sie, die Bilderflut. Wie gesagt, die Jacke ist etwas detailreicher geworden. Als Kontrast hat die Känguruhtasche einen Randstreifen aus Baumwollstoff bekommen.

rote Fleecejacke

Dieser Kontraststreifen findet sich aber auch an anderen Stellen der Jacke wieder. Unter anderem habe ich damit die Reißverschlußkante innen verdeckt. Auch für den unteren Saum habe ich den hellen Baumwollstoff eingesetzt.

rote Fleecejacke

Und die Kapuze hat ebenfalls einen breiten, hellen Kontraststreifen bekommen. Eigentlich ist dies der Tunnelzug, ich habe auch Ösen eingehämmert, dann aber festgestellt, dass mein Bendel zu dick für die Öse ist und außerdem verwende ich den sowieso nie.

rote Fleecejacke

rote Fleecejacke

Die Kapuzennähte, also sowohl die Teilungsnaht in der Kapuze als auch die Ansatznaht an die Jacke, habe ich mit einem weinroten Stoff verdeckt. Das gibt nicht ganz so viel Kontrast, wie der helle Stoff, wollte ich an diesen Stellen aber auch nicht. Die Farbe passt auch sehr gut und gibt eher einen dunklen Kontrast zum hellen rot der Jacke (im Hintergrund schaut übrigens mein Küchenvorhangsfuchs nach dem Rechten, den ihr auch als Freebie runterladen könnt).

rote Fleecejacke

So sieht das dann am Übergang Kapuze-Jacke/Reißverschluss aus beziehungsweise offen getragen. Hier könnt ihr auch das dezente Muster meines hellen Kontraststoffes gut erkennen.

rote Fleecejacke

rote Fleecejacke

Wie ich finde – sehr schick. Das hat nicht jeder 🙂  Und weil ich schon dabei war, alles schön zu machen mit Kontrast und versteckten Nähten: auch den Ärmelsaum habe ich mit hellem Baumwollstoff gefüttert. Wenn schon, dann richtig.

rote Fleecejacke

Wie ihr euch denken könnt, war das ein ganzes Stück Arbeit und hat einige Zeit in Anspruch genommen. Aber ich bin mehr als zufrieden und liebe die Jacke über alles. Und wenn ich sage, dass die selbst genäht ist, kommen alle aus dem Staunen nicht mehr raus.

Die Jacke schicke ich noch passend zum Februarthema „gezipptes“ zum Jahres-Sew-Along von Fräulein An. Und auch bei RUMS bin ich heute mal wieder dabei.

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Ein Mantel für die kalte Jahreszeit

Wenn es eisig kalt wird, braucht es einfach eine warme Jacke oder Mantel. Da ein guter Mantel natürlich sein Geld kostet, habe ich mir vor inzwischen einigen Jahren stattdessen Stoff gekauft und selbst einen genäht. Natürlich habe ich den Mantel immernoch und auch diesen Winter hält er mich warm. In meinem letzten Post konntet ihr auch schon Teile davon erblicken, heute möchte ich ihn euch genauer zeigen.

Wintermantel

Meine Versuche, den Mantel im freien zu fotografieren, sind leider nicht so gut geworden. Ich möchte euch aber trotzdem ein paar Details zeigen.

Wintermantel

Der Mantel ist ein Zweireiher mit relativ weitem Halsausschnitt. Das ist gut, wenn man einen dicken Schal anhat, aber etwas zugig, wenn man ohne Schal oder nur mit Halstuch unterwegs ist. Praktischerweise kann man aber den Kragen noch weiter schließen, denn unter dem linken Revers versteckt sich ein weiterer Knopf.

Wintermantel

Mit den Ärmeln bin ich nicht ganz zufrieden, denn hier schaut immer der Innenstoff etwas hervor. Das könnte ich natürlich durch Absteppen verhindern, fand ich aber nicht so schön.

Wintermantel

Gefüttert ist der Mantel mit ganz normalem Futterstoff. Im Nachhinein bin ich mit meiner Stoffwahl nicht ganz zufrieden (sowohl Mantel als auch Futter), denn es zieht ein bißchen durch. Sollte ich irgendwann noch einmal einen Mantel nähen, würde ich also vor allem darauf achten, einen schön dichten Mantelstoff zu wählen. Trotzdem trage ich den Mantel gerne und bin mir sicher, dass er noch einige Winter mit mir mitmachen wird.

Verlinkt: rums

Die praktischste Cordhose der Welt

Auch Samson-Hose genannt, weil mein Mann der Ansicht ist, wenn ich ihm mit dieser Hose entgegen komme, sehe ich aus wie Samson.

Cordhose

Ich bin ja ein großer Fan von weiten Hosenbeinen und kann mit Röhrenschnitten überhaupt nichts anfangen, deshalb finde ich diesen Schnitt ausgezeichnet. Einfach nur eine gerade verlaufende Hose.

Cordhose

Allerdings bringt die Hose ncoh ein paar Extras mit. Die Beine werden in 3 Teilen zugeschnitten und aneinander genäht und dabei auch ein paar Taschen eingesetzt. Am linken Bein ist das eine große, eingesetzte Reißverschlußtasche und eine kleine Extratasche ganz tief unten (die ist bei mir aber nur Zierde, denn was soll ich fast schon auf Knöcheltiefe mit einer Tasche?).

Cordhose

Die wichtigste Tasche ist aber am rechten Bein: eine wunderbar große, aufgesetzte Tasche. Hier kann man z.B. beim Wandern eine Karte oder GPS-Gerät reinstecken.

Cordhose

Genäht habe ich die Hose aus Cord. Und meine Gürteltasche 2.0 war bei der Wanderung, auf der die Bilder entstanden sind, natürlich auch mit dabei.

Schnitt: 102 aus Burda 01/2000

Verlinkt: rums, Cord, Cord, Cord

Kurze Leinenhose – Ein letzter Hauch von Sommer?

Ist der Sommer vorbei oder wird es noch einmal warm genug für eine kurze Hose? Ich bin kein Wetterfrosch, aber für meine neueste kurze Hose stehen die Chancen recht hoch, dass sie dieses Jahr noch einmal getragen wird.

Grüne kurze Hose

Die Hose ist aus Leinen und nach dem gleichen Schnitt genäht, wie meine schwarze Sommerhose – nur halt kurz (mehr Stoff hatte ich nicht) und mit einigen weiteren Veränderungen. Aber sie ist verdammt warm und taugt deshalb auch für die weniger heißen Tage.

Grüne kurze Hose

Der Grund dafür ist ganz einfach: der Leinenstoff ist mir zu kratzig, um ihn direkt zu tragen. Also habe ich die Hose gefüttert. Das klingt für eine Sommerhose jetzt etwas seltsam und wahrscheinlich besitze ich die einzige, gefütterte, kurze Hose der Welt. Aber sie trägt sich sehr angenehm dadurch und ist halt eher für die mittelwarmen Tage.

Grüne kurze Hose

Wie gesagt, habe ich die Grundhose ein bißchen verändert. Detail Nummer 1 sind die aufgesetzten Seitentaschen.

Grüne kurze Hose

Dann musste natürlich noch ein bißchen farbliche Spielerei mit dazu. Sprich: der Saum und die Taschen haben einen grünen Karobesatz bekommen.

Grüne kurze Hose

Dem Bund habe ich auch ein bißchen Karo verpasst…

Grüne kurze Hose

…und den oberen Rand der Seitentaschen habe ich auch eingefasst. Zum Verschließen habe ich hier übrigens zwei Möglichkeiten: zubinden oder einfach nur Klettverschluß. Ich weiß, dass ich selten die Bindemöglichkeit nutzen werde (ich bin einfach faul), aber manchmal möchte ich dann doch möglichst sicher sein, dass der Tascheninhalt auch dort bleibt. Und dafür traue ich Klettverschluß einfach zu wenig.

Grüne kurze Hose

Und nicht zu vergessen: die Potaschen habe ich natürlich genauso wie alle anderen Taschen mit Karostoff abgesetzt.

Grüne kurze Hose

Ich hatte die Hose diesen Sommer bereits ein paar Mal an und kann nur sagen: ich liebe sie! Durch das Futter komme ich gut mit dem Leinenstoff klar und die Seitentaschen sind einfach grandios. Es wird jedenfalls definitiv nicht die letzte Hose dieser Art sein.

Grüne kurze Hose

Das T-Shirt habe ich übrigens hier bereits vorgestellt. Meine Gürteltasche könnt ihr auf einigen Bildern auch sehen.

Verlinkt: RUMS

Ahoi Biologentasche!

Die letzten 2 Jahre war meine Auf-der-Arbeit-Tasche ein Tagungsjutebeutel mit langem Träger. Aber… ich wollte eine neue Tasche. Eine, die ein bißchen mehr kann als 2 zusammengenähte Quadrate sein. Und eine Biologentasche noch dazu. Also ging es mit grober Designvorstellung in den Stoffladen.

Easybag

Lange habe ich Stoffe hin und her geschoben, irgendwas biologisches sollte es sein. Letztendlich landete ich bei diesem Walstoff (auch wenn ich kein Meeresbiologe bin). Zu Hause habe ich dann noch das Internet gewälzt und festgestellt, dass Schnabelinas Easybag so ziemlich meiner Vorstellung entspricht, wie meine Tasche aussehen sollte. Super, so hatte ich weniger Denkarbeit zu leisten 🙂

Easybag

Zum Glück habe ich mir vor dem Nähen doch noch einmal verbildlicht, welche Maße die Tasche hat. Und siehe da, ich dachte erst „ich will eine große Tasche“, aber mir reichte die kleine Variante völlig aus. Nur die Höhe habe ich um ca. 5 cm verlängert.

Easybag

Genäht habe ich die Tasche mit Kellerfalte und Reißverschluß.Und zusätzlich einer Paspel zwischen Passe und Beutelteil. Den Stoff für die Passe finde ich übrigens total passend für die Wale, haben sie so doch noch ein paar Meereswellen…

Easybag

Und dann kamen natürlich noch ein paar Veränderungen: Ein Karabiner, eine kleine Reißverschlußtasche und noch ein weiteres Innenfach mussten einfach sein.

Easybag

Eine Innentasche ist in der Anleitung (übrigens kostenlos!) zwar auch enthalten, allerdings wird sie direkt an den Futterstoff genäht. Wegen der Kellerfalte und weil ich meine kleine Reißverschlußtasche oben haben wollte, habe ich eine komplette Extratasche genäht und den oberen Rand beim Annähen der Passe an den Taschenbeutel mitgefasst.

Easybag

Und Innenfächer mussten auch noch sein.

Easybag

Dazu habe ich einfach einen weiteren (ca halben) Taschenbeutel zugeschnitten, den Rand oben umgenäht und in der Mitte abgenäht um 2 Innenfächer zu erhalten.

Easybag

Und was soll ich sagen? Ich bin hellauf begeistert von meiner neuen „Arbeitstasche“. Muster, Farben, Form der Tasche… Einfach super. Mit dem Reißverschluß ist der Inhalt sicher verstaut und durch das zusätzliche Innenleben auch annähernd sortiert.

Danke, Roswitha, für den tollen Schnitt und die super Anleitung (Easybag)!

 

Verlinkt: rums, TT-Taschen und Täschchen, maritimes & meer

Igeltasche

Es war einmal… eine Zeit, da gab es noch keine beschichteten Baumwollstoffe zu kaufen (oder ich hatte davon noch nichts gehört). Trotzdem wollte ich eine wasserfeste, stabile Tasche haben. Also ab in die Ecke mit den Wachstischdecken und nach was Brauchbarem geschaut. Hängen geblieben bin ich schließlich bei grünem Wachstuch mit Blättern drauf. Das passte auch wunderbar zu meiner Idee, einen Igel auf die Tasche zu applizieren.

Igeltasche

Den Deckelrand habe ich mit einem Tierspuren-Webband versehen, die sonstigen Kanten sind mit einfarbigem Webband versäubert. Bei Gurt und Innentasche habe ich es mir ganz einfach gemacht (deshalb stelle ich es heir auch nicht vor): ich habe eine kaputte Umhängetasche auseinandergenommen und das Innenleben für die Igeltasche verwendet.

Igeltasche

Zum Verschließen habe ich Klettband genommen, allerdings war ich faul und habe eines mit Klebeseite benutzt. Inzwischen hat die Tasche aber bereits mindestens einen heißen Sommer erlebt und der Kleber sich aufgelöst – das mache ich nicht noch einmal.

Wachstuch zu nähen finde ich übrigens absolut fürchterlich. Zum einen darf man sich nicht vernähen, denn dann hat das Wachstuch ja Löcher. Zum anderen ist es natürlich sehr steif und lässt sich nicht so leicht wenden wie normale Stoffe. Meine bisherige Erfahrung mit selbst laminiertem Stoff ist aber auch nicht unbedingt so, dass ich das nochmal machen möchte. Als nächstes muss ich wohl laminierten Stoff kaufen und das noch ausprobieren.

Verlinkt: rums, crealopee, TT – Taschen und Täschchen

Warme Hände

Stulpen. Damit konnte ich früher nicht viel anfangen. Aber dann bewohnte ich eine Wohnung, die so schlecht isoliert war, dass ich mich entweder dumm und dämlich (und arm) geheizt hätte, oder frieren musste. Also hieß es im Winter: Dicke Socken, 2 Pullover und Handschuhe anziehen. Da Handschuhe stricken doch erstmal eine große Herausforderung ist und ich keine fingerlosen Handschuhe hatte, zogen stattdessen Stulpen ein. Die ersten noch nur mit einem Daumenloch, aber die nächsten dann schon mit Daumenzwickel. Und seitdem gehören Stulpen zu meinem Kleiderschrank.

Armstulpen

Wie ihr sehen könnt, sind übrigens nicht beide Stulpen gleich lang. Ich war zu faul, die Wolle zu wiegen, und so ging mir bei Nr. 2 irgendwann die Wolle aus. Daran sieht man dann, dass sie handgemacht sind 😀

Armstulpen

Inzwischen bewohne ich übrigens eine Wohnung, die man auch gescheit beheizen kann, und die Stulpen kommen nur noch selten zum Einsatz. Eine Zeit lang waren diese (und andere, die muss ich aber erst noch fotografieren) meine ständigen Begleiter.

Verlinkt: rums, Meertje: Link your stuff, Stricklust