Kleine Wohnung – Platzprobleme

Bevor ich euch heute etwas von Platzproblemen in kleinen Wohnungen erzähle, möchte ich erst noch kurz berichten, was mir derzeit so die Zeit raubt: ein kleiner Schrebergarten, der komplett umgekrempelt, besät und beerntet werden möchte. Es macht tierisch Spaß, ist manchmal frustrierend (ich sage nur: Schnecken!), aber ich konnte auch schon ernten und genießen. Und begrüße euch heute mit einem kleinen Blumenstrauß (im Hintergrund seht ihr übrigens Smirre und Mårten).

Gartenblumen

Eigentlich bin ich kein Schnittblumen-Fan, aber die Hortensie musste umziehen und hat dabei eine Blüte geopfert und der Lavendel passte einfach so gut dazu. Als Grundlage hat dann auch der Frauenmantel noch 2 Blätter hergeben müssen.

Gartenblumen

Jetzt aber zu den Platzproblemen.

Wenn man eine kleine Wohnung hat, wird man nicht nur Meister im Stapeln. Man lernt auch, jeden Winkel zu nutzen und sich Lösungen auszudenken. Unsere derzeitige Küche ist nicht die kleinste, mit der ich jemals leben musste. Trotzdem wissen wir nie, wohin mit allem (vor allem, da wir unseren bröckeligen Wänden nicht zutrauen, Hängeschränke mitsamt Inhalt zu tragen…).

Untersetzer-Utensilo

Auch die großen Untersetzer für Töpfe sind entweder im Weg, oder so gut verstaut, dass sie keiner findet. Also habe ich ein Wandutensilo für die Untersetzer genäht.

Untersetzer-Utensilo

Damit es gut abwaschbar ist (eine Küche ist ja selten fettfrei), habe ich es aus Resten von einer Wachstischdecke genäht. Ich habe definitiv schon einfacher zu verarbeitendes Material unter der Nähmaschine gehabt. Um es mir nicht unnötig schwer zu machen, habe ich gar nicht erst über wenden nachgedacht, sondern einfach auf rechts und die Ränder mit Stoffband eingefasst (einen Teil musste ich per Hand nähen, da hätte ich mir wohl zu Beginn wenigstens über die Reihenfolge Gedanken machen sollen…). Das schönste Utensilo ist es sicher nicht geworden, aber es erfüllt seinen Zweck…

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Schwarze kurze Sommerhose

Seit 2 Monaten habe ich keinen Blogpost mehr verfasst, aber – der Blog lebt! Es kam nur ein bißchen Zeit dazwischen (oder Mangel an selbiger). Seit April möchte ein Garten komplett umgekrempelt werden (nach Meinung der Nachbarn sollten wir am besten innerhalb von 3 Tagen sämtliche Fehler des Vorgängers ausbügeln und erst einmal alles schön machen, Gemüse anbauen kann man ja auch nächstes Jahr noch…). Und genau in die wichtige Frühlingspflanzzeit fiel auch noch mein Urlaub…

Kindersocken stricken

Heute möchte ich euch aber endlich mal wieder ein Projekt zeigen, dass ich tatsächlich letztes Jahr schon genäht und getragen, aber nie vorgestellt habe: meine kurze, schwarze Sommerhose.

kurze, schwarze Hose

Ähnlichkeiten mit anderen Hosen, z.B. meiner kurzen, grünen Leinenhose oder meiner schwarzen, langen Sommerhose, sind natürlich reiner Zufall… Oder auch einfach Faulheit, denn einen existierenden Schnitt mehrmals zu nähen und zu verändern ist natürlich viel einfacher und praktischer, als für jede Hose einen neuen Schnitt zu suchen.

kurze, schwarze Hose

Wie bereits bei meiner Leinenhose, habe ich auch hier Taschenränder, Bund und Saum verziert um so einen Kontrast zu schaffen (gleichzeitig eine gute Stoffresteverwertung!).

Wie ich finde, ein gelungenes Projekt und super bequem 🙂

kurze, schwarze Hose

Ein Utensilo fürs Klopapier

Ungefähr so sieht er nämlich aus, unser „Klorollenhalter“: wie ein rundes Utensilo. Der eigentliche Halter im Bad ist so blöd an der Wand angebracht, dass man sich total verrenken muss um ans Papier zu kommen. Also war schnell klar, wir brauchen eine Alternative.

Klorollenhalter

Genäht habe ich den Halter aus einem Stück Kaffeesack und Omas alter Bettwäsche. Und ja, es ist einfach nur ein kreisrundes Utensilo mit einer Befestigungsschlaufe. Mit einem Druckknopf verschließen und fertig 🙂

Klorollenhalter

Festplatte sicher transportieren

Ich habe euch bereits meine erste Festplattenhülle vorgestellt. Heute gibt es eine zweite Version, die zwar eigentlich für eine solarbetriebene Powerbank gedacht ist (also etwas größer), aber sich auch hervorragend für den Transport einer externen 2,5″ Festplatte eignet.

Schutzhülle

Wer sich jetzt fragt, wozu man eine solarbetriebene Powerbank braucht: Ich war im Sommer in Japan und mir nicht sicher, ob der Adapter, den ich gekauft hatte, auch wirklich mit den Steckdosen dort funktioniert. Da ich ohne Musik aber nicht auskomme und es batteriebetriebene MP3-Player fast gar nicht mehr gibt, war ich auf diese Weise völlig unabhängig von der örtlichen Stromversorgung 🙂 Falls irgendwer vor dem gleichen Problem steht: kauft euch einen zweipoligen Flachstecker für USA/Japan, ich habe keine einzige dreipolige Steckdose gesehen (das berichten auch viele andere in Internetforen).

Schutzhülle

Wie gesagt passt die Größe meiner Powerbank-Hülle aber auch wunderbar für externe Festplatten und war damit auch schon im Einsatz (eine Festplatte brauche ich einfach öfter als eine Powerbank). Genäht habe ich sie aus Stoffresten von meiner Biologen-Arbeitstasche.

Schutzhülle

Das Nähen gestaltete sich doch als schwieriger, als gedacht. Ich wollte, dass der Inhalt richtig gut geschützt ist. Also habe ich ein Futter eingenäht. Meine erste Festplattentasche ist mit Quiltvlies gefüttert, das ging wunderbar. Mangels Vlies habe ich diesmal einen dicken, leicht flauschigen Stoff genommen (ich habe keine Ahnung, was genau es ist. Ich glaube, es war mal eine Bettunterlage). Das ließ sich aber überhaupt nicht gut wenden und händeln, weil es sich nicht so schön zusammendrücken ließ, wie das Quiltvlies. Passieren kann dem Inhalt also absolut nichts, aber der Nähprozess war ein Graus!

Schutzhülle

Dementsprechend musste ich mein Vorhaben, welche Teile ich in welcher Reihenfolge zusammennähe, wende etc.. mehrmals überdenken. Im Endeffekt habe ich die Klappe per Hand angenäht (an der Ecke hat es durch den arg dicken Futterstoff nicht so gut gepasst, das sieht man leider). Ab einem gewissen Punkt bekam ich das Ding einfach nicht mehr unter den Nähfuß…

Schutzhülle

Trotz der Schwierigkeiten beim Nähen und der kleinen Fehler, ist es eine schöne Hülle geworden. Die Powerbank passt haargenau rein, die Festplatte hat noch etwas Luft, beides lässt sich sicher transportieren. Trotz vieler Schweißperlen auf der Stirn beim Nähen bin ich glücklich und zufrieden mit dem Ergebnis.

Verlinkt: TT-Taschen und Täschchen, maritimes & meer, Stoffresteparty, crealopee

Mini-Geldbörse 2.0

Im März habe ich euch bereits mein Polen-Portemonnaie gezeigt. Jetzt hat mich das Taschen-Sewalong von greenfietsen endlich dazu gebracht, auch ein Tschechien-Portemonnaie zu nähen (Danke für den Anstoß!).

Portemonnaie

Zugegeben, es ist nicht die tschechische Flagge geworden. Das passte mit den Maßen einfach nicht und das Portemonnaie wäre plötzlich viel länger geworden, als ich es wollte. Aber immerhin habe ich mich an die Farben gehalten (auch wenn man es mit dem Sternstoff jetzt für ein USA-Portemonnaie halten könnte).

Portemonnaie

Die Anleitung ist das zippy wallet von noodlehead, eine Übersetzung (und vor allem Umrechnung der Maße) findet ihr praktischerweise bei just sewn. Auf Vlieseline habe ich aber verzichtet, das ist meiner Meinung nach nicht nötig (jedenfalls bei Baumwollstoffen).

Portemonnaie

Scheine und Münzen werden beide im Hauptfach kuscheln müssen, da ich befürchte, dass die Scheine aus dem Außenfach rausrutschen werden.

Portemonnaie

Die Geldbörse war sehr schnell zu nähen, verwendet habe ich fast nur Stoffreste, die es bei uns umsonst im Stoffladen gibt. Lediglich der Hauptstoff, ein wunderschöner blauer Schäfchenstoff, den eine Freundin mir vor Jahren geschenkt hat, ist kein Umsonst-Rest.

Portemonnaie

Die beiden Portemonnaies vertragen sich übrigens gut – sind doch in beiden Schafstoffe enthalten.

Verlinkt: greenfietsen Taschen Sew-Along, StoffrestepartyTT – Taschen und Täschchen

Pflastermäppchen

Passend zu greenfietsens August Taschen-Sew-Along Minitaschen habe ich mir ein Pflastermäppchen genäht. Da bisher immer Pflaster irgendwo in meiner Tasche rumflogen und wenn man sie dann braucht, dreckig waren oder nicht mehr klebten, ist das definitiv eine nützliche Sache.

Pflastermäppchen

Das Mäppchen habe ich aus einem Rest Cordstoff von meiner ersten Gürteltasche genäht. Auf komplizierte Verschlüsse habe ich verzichtet und einfach einen Stoffstreifen angenäht, unter den die Taschenklappe geschoben wird.

Pflastermäppchen

Innen gibt es zwei kleine Fächer für Pflaster und ein großes Hauptfach für Blasenpflaster.

Pflastermäppchen

Den ersten Reiseeinsatz hat das Mäppchen bereits gut überlebt und seine Nützlichkeit bewiesen. Ich wusste immer, wo meine Pflaster sind, und sie waren einwandfrei einsatzbereit.

Verlinkt: Taschen-Sew-Along August, Cord, Cord, Cord, Stoffresteparty, TT – Taschen und Täschchen

 

Damit der Koffer auch ankommt

Die meisten haben ihre Reiseplanung vermutlich schon lange abgeschlossen und sind schon längst aus dem Urlaub zurück. Meine Reiseplanung läuft noch auf Hochtouren. Allerdings wird es kein Urlaub, sondern Arbeit. Sonst würde ich wohl auch nicht fliegen. Und weil ich normalerweise nicht fliege, fehlen mir natürlich die üblichen Accessoires, wie z.B. ein Kofferanhänger.

Kofferanhänger

Hat ja jeder, braucht man ja ständig… nur ich halt nicht. Also habe ich mit meinen ungefähren Vorstellungen, wie der Anhänger aussehen und was er können soll, das Internet durchforstet und ob ihr es glaubt oder nicht, keine Nähanleitung hat mir komplett zugesagt. Also schnell selbst entwickelt (schnell heißt in diesem Fall, dass ich im Frühjahr den Prototyp entwickelt und erst jetzt „meinen“ Anhänger genäht habe).

Kofferanhänger

Was sollte er können? Er sollte eine Klappe haben, damit nicht jeder sofort die Adresse lesen kann. Und er sollte am Koffer befestigt werden ohne Druckknöpfe und Co, damit da nichts abreißen kann. Das Ergebnis seht ihr hier. Ob es tatsächlich einen Flug gut übersteht, sehen wir dann demnächst. Und wenn ja, schreibe ich auch noch eine Anleitung dazu.

Der Stoff ist übrigens ein Rest von meinem Küchenvorhang, den ich kürzen musste. Also eine perfekte Resteverwertung. Für die durchsichtige Folie habe ich ein Stück abwaschbare, durchsichtige Tischdecke gekauft. Ich wurde im Laden zwar etwas seltsam angeschaut, aber es war kein Problem, nur 20 cm Tischdecke zu bekommen 😀

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