Festplatte sicher transportieren

Ich habe euch bereits meine erste Festplattenhülle vorgestellt. Heute gibt es eine zweite Version, die zwar eigentlich für eine solarbetriebene Powerbank gedacht ist (also etwas größer), aber sich auch hervorragend für den Transport einer externen 2,5″ Festplatte eignet.

Schutzhülle

Wer sich jetzt fragt, wozu man eine solarbetriebene Powerbank braucht: Ich war im Sommer in Japan und mir nicht sicher, ob der Adapter, den ich gekauft hatte, auch wirklich mit den Steckdosen dort funktioniert. Da ich ohne Musik aber nicht auskomme und es batteriebetriebene MP3-Player fast gar nicht mehr gibt, war ich auf diese Weise völlig unabhängig von der örtlichen Stromversorgung 🙂 Falls irgendwer vor dem gleichen Problem steht: kauft euch einen zweipoligen Flachstecker für USA/Japan, ich habe keine einzige dreipolige Steckdose gesehen (das berichten auch viele andere in Internetforen).

Schutzhülle

Wie gesagt passt die Größe meiner Powerbank-Hülle aber auch wunderbar für externe Festplatten und war damit auch schon im Einsatz (eine Festplatte brauche ich einfach öfter als eine Powerbank). Genäht habe ich sie aus Stoffresten von meiner Biologen-Arbeitstasche.

Schutzhülle

Das Nähen gestaltete sich doch als schwieriger, als gedacht. Ich wollte, dass der Inhalt richtig gut geschützt ist. Also habe ich ein Futter eingenäht. Meine erste Festplattentasche ist mit Quiltvlies gefüttert, das ging wunderbar. Mangels Vlies habe ich diesmal einen dicken, leicht flauschigen Stoff genommen (ich habe keine Ahnung, was genau es ist. Ich glaube, es war mal eine Bettunterlage). Das ließ sich aber überhaupt nicht gut wenden und händeln, weil es sich nicht so schön zusammendrücken ließ, wie das Quiltvlies. Passieren kann dem Inhalt also absolut nichts, aber der Nähprozess war ein Graus!

Schutzhülle

Dementsprechend musste ich mein Vorhaben, welche Teile ich in welcher Reihenfolge zusammennähe, wende etc.. mehrmals überdenken. Im Endeffekt habe ich die Klappe per Hand angenäht (an der Ecke hat es durch den arg dicken Futterstoff nicht so gut gepasst, das sieht man leider). Ab einem gewissen Punkt bekam ich das Ding einfach nicht mehr unter den Nähfuß…

Schutzhülle

Trotz der Schwierigkeiten beim Nähen und der kleinen Fehler, ist es eine schöne Hülle geworden. Die Powerbank passt haargenau rein, die Festplatte hat noch etwas Luft, beides lässt sich sicher transportieren. Trotz vieler Schweißperlen auf der Stirn beim Nähen bin ich glücklich und zufrieden mit dem Ergebnis.

Verlinkt: TT-Taschen und Täschchen, maritimes & meer, Stoffresteparty, crealopee

Mini-Geldbörse 2.0

Im März habe ich euch bereits mein Polen-Portemonnaie gezeigt. Jetzt hat mich das Taschen-Sewalong von greenfietsen endlich dazu gebracht, auch ein Tschechien-Portemonnaie zu nähen (Danke für den Anstoß!).

Portemonnaie

Zugegeben, es ist nicht die tschechische Flagge geworden. Das passte mit den Maßen einfach nicht und das Portemonnaie wäre plötzlich viel länger geworden, als ich es wollte. Aber immerhin habe ich mich an die Farben gehalten (auch wenn man es mit dem Sternstoff jetzt für ein USA-Portemonnaie halten könnte).

Portemonnaie

Die Anleitung ist das zippy wallet von noodlehead, eine Übersetzung (und vor allem Umrechnung der Maße) findet ihr praktischerweise bei just sewn. Auf Vlieseline habe ich aber verzichtet, das ist meiner Meinung nach nicht nötig (jedenfalls bei Baumwollstoffen).

Portemonnaie

Scheine und Münzen werden beide im Hauptfach kuscheln müssen, da ich befürchte, dass die Scheine aus dem Außenfach rausrutschen werden.

Portemonnaie

Die Geldbörse war sehr schnell zu nähen, verwendet habe ich fast nur Stoffreste, die es bei uns umsonst im Stoffladen gibt. Lediglich der Hauptstoff, ein wunderschöner blauer Schäfchenstoff, den eine Freundin mir vor Jahren geschenkt hat, ist kein Umsonst-Rest.

Portemonnaie

Die beiden Portemonnaies vertragen sich übrigens gut – sind doch in beiden Schafstoffe enthalten.

Verlinkt: greenfietsen Taschen Sew-Along, StoffrestepartyTT – Taschen und Täschchen

Pflastermäppchen

Passend zu greenfietsens August Taschen-Sew-Along Minitaschen habe ich mir ein Pflastermäppchen genäht. Da bisher immer Pflaster irgendwo in meiner Tasche rumflogen und wenn man sie dann braucht, dreckig waren oder nicht mehr klebten, ist das definitiv eine nützliche Sache.

Pflastermäppchen

Das Mäppchen habe ich aus einem Rest Cordstoff von meiner ersten Gürteltasche genäht. Auf komplizierte Verschlüsse habe ich verzichtet und einfach einen Stoffstreifen angenäht, unter den die Taschenklappe geschoben wird.

Pflastermäppchen

Innen gibt es zwei kleine Fächer für Pflaster und ein großes Hauptfach für Blasenpflaster.

Pflastermäppchen

Den ersten Reiseeinsatz hat das Mäppchen bereits gut überlebt und seine Nützlichkeit bewiesen. Ich wusste immer, wo meine Pflaster sind, und sie waren einwandfrei einsatzbereit.

Verlinkt: Taschen-Sew-Along August, Cord, Cord, Cord, Stoffresteparty, TT – Taschen und Täschchen

 

Damit der Koffer auch ankommt

Die meisten haben ihre Reiseplanung vermutlich schon lange abgeschlossen und sind schon längst aus dem Urlaub zurück. Meine Reiseplanung läuft noch auf Hochtouren. Allerdings wird es kein Urlaub, sondern Arbeit. Sonst würde ich wohl auch nicht fliegen. Und weil ich normalerweise nicht fliege, fehlen mir natürlich die üblichen Accessoires, wie z.B. ein Kofferanhänger.

Kofferanhänger

Hat ja jeder, braucht man ja ständig… nur ich halt nicht. Also habe ich mit meinen ungefähren Vorstellungen, wie der Anhänger aussehen und was er können soll, das Internet durchforstet und ob ihr es glaubt oder nicht, keine Nähanleitung hat mir komplett zugesagt. Also schnell selbst entwickelt (schnell heißt in diesem Fall, dass ich im Frühjahr den Prototyp entwickelt und erst jetzt „meinen“ Anhänger genäht habe).

Kofferanhänger

Was sollte er können? Er sollte eine Klappe haben, damit nicht jeder sofort die Adresse lesen kann. Und er sollte am Koffer befestigt werden ohne Druckknöpfe und Co, damit da nichts abreißen kann. Das Ergebnis seht ihr hier. Ob es tatsächlich einen Flug gut übersteht, sehen wir dann demnächst. Und wenn ja, schreibe ich auch noch eine Anleitung dazu.

Der Stoff ist übrigens ein Rest von meinem Küchenvorhang, den ich kürzen musste. Also eine perfekte Resteverwertung. Für die durchsichtige Folie habe ich ein Stück abwaschbare, durchsichtige Tischdecke gekauft. Ich wurde im Laden zwar etwas seltsam angeschaut, aber es war kein Problem, nur 20 cm Tischdecke zu bekommen 😀

Verlinkt: Nähzeit am Wochenende, Stoffresteparty, crealopee, HAPPYrecycling, facile et beau – Upcycling Linkparty

Geldbörse fürs Dreiländereck

Die meisten kennen das wahrscheinlich gar nicht mehr: Das Leben mit mehreren Währungen im Portemonnaie. Und damit meine ich nicht an den Flughafen fahren, weit wegfliegen und Urlaub machen. Sondern (wenn man will) täglich. 3 Länder. 3 Währungen. Da ist Chaos im Portemonnaie vorprogrammiert! Oder man organisiert sich und greift sich immer die Geldbörse für das Land, in welches man gerade fährt (oft genug sind das dann halt 3).

Geldbörse Polen

Damit man bei so viel Währungsauswahl nicht noch einen extra Goldesel mitschleppen muss, brauchten wir also kleine Geldbörsen für die Nachbarländer. Es muss ja kein Schnickschnack dabei sein, keine Kartenfächer, kein Reißverschluß, nichts. Einfach nur klein und je 1 Fach für Scheine und Münzen.

Geldbörse Polen

Gesucht und Anleitung gefunden (leider finde ich die Anleitung aber nicht mehr, sollte jemand dieses Geldbörsen-Modell bekannt vorkommen, freue ich mich über eine Nachricht und verlinke die Anleitung dann :)). Meine Güte, habe ich viele Anleitungen durchforstet. Aber ich wollte es mir auch nicht leicht machen, ich wollte die Länderflaggen im Portemonnaie verarbeiten. Damit fielen alle möglichen Faltvarianten schon einmal raus, denn das umzudenken war mir dann doch zu kompliziert.

Geldbörse Polen

Dies ist dann also Modell Polen. Das Złotmonnaie sozusagen. Gefaltet wurde hier zwar auch, aber nur in der Länge. Verschlossen wird das Złotmonnaie mit einem Druckknopf, der weiße Knopf auf der Klappe ist also nur zur Zierde

Geldbörse Polen

Das Złotmonnaie kommt jetzt schon eine Weile zum Einsatz und hat sich bewährt, auch wenn so mancher Kassierer einem böse Blicke zuwirft, wenn man anfängt die kleingefalteten Scheine auszupacken…

Tschechien steht übrigens noch aus, nach dieser Geldbörse hat mich irgendwie erstmal die Lust verlassen und ich wollte das Modell auch nicht noch einmal nähen. Allerdings ist die tschechische Flagge auch nochmal komplizierter umzusetzen.

Verlinkt: creadienstag, crealopee, Handmade on Tuesday

Batterietasche

Wahrscheinlich kennt das aus der Smartphone-Generation niemand mehr: das Mitschleppen von Batterien/Akkus für MP3-Player/Discman/Walkman oder auch die kleine Digitalkamera. Die Akkus fliegen dann irgendwo in der Tasche rum und wenn man einen braucht fängt die Suche nach genau dem Akku an, der noch nicht leer ist. Ich stelle dann meist fest, dass keiner mehr Saft hat…

Batterietasche

Aber damit ist jetzt Schluß! Ich habe mein Tampontäschchen etwas abgewandelt zum Batterietäschchen. Sprich: 1 Fach mehr und die Maße angepasst.

Batterietasche

Das gelbe Nilpferdtäschchen ist für AA-Batterien/Akkus. Die Maße der Fächer sind die gleichen, wie bei meinem Tampontäschchen. Ich habe das Tampontäschchen nur um ein Fach erweitert (für 4 Batterien). Das grüne Schafstäschchen ist für AAA-Batterien/Akkus, dazu musste ich die Fächer etwas verkleinern.

Batterietasche

Als Verschluß habe ich Haargummis und Knöpfe verwendet und für beide Täschchen verschiedene Varianten ausprobiert:

Batterietasche

Das „große“ Batterietäschchen hat den Knopf auf dem Deckel und das Haargummi am unteren Rand festgenäht.

Batterietasche

Bei der „kleinen“ Tasche befindet sich der Knopf auf der Rückseite des Täschchens und das Haargummi ist am Deckel eingenäht. Das gefällt mir besser und lässt sich auch schöner verschließen. Vielleicht spielt hier aber auch mit rein, dass ich den Deckel länger gemacht habe.

Die Täschchen lassen sich übrigens wunderbar aus Stoffreste nähen 🙂

Hier findet ihr meine Anleitung.

Verlinkt: rums, Stoffreste-Linkparty

 

Visitenkartenetui

Wenn einer eine Geschäftsreise tut, dann braucht er Visitenkarten (ok, manche Menschen mögen auch ohne Geschäftsreise Visitenkarten benötigen…). Und Visitenkarten mögen natürlich mit Stil überreicht werden und nicht einfach irgendwo aus der Tasche gezogen werden. Also ran an die Nähmaschine!

Visitenkartenetui

Genäht habe ich das Etui nach der kostenlosen Anleitung von Grinsestern für Kartentäschchen. Da ich noch gar keine Visitenkarten habe, hoffe ich, dass es passt.

Visitenkartenetui

Zum Verschließen habe ich ein Gummiband angenäht, das fand ich schöner als Knöpfe oder Klettverschluß. Den Rand habe ich relativ knapp abgenäht, weil meine „Ersatz“Visitenkarten sonst nicht gut hinein gepasst hätten. Das nächste Mal würde ich den Schnitt wohl 1-2 mm vergrößern.

Visitenkartenetui

Die Stoffe habe ich tatsächlich schon ewig, finde sie aber sehr passend für sowas. Leider war es das jetzt mit dem schwarzen Stoff, nur von dem hellgrauen habe ich noch etwas übrig…

Visitenkartenetui

Hellgrau mit Muster, wie man auf diesem Bild sehen kann.

Insgesamt ist das Etui schön geworden und wie ich denke auch „repräsentativ“ genug. Nach Grinsesterns Anleitung war es auch schnell genäht. Nur das Gummiband hat mich ein bißchen Überlegung und Nerven gekostet (ich habe es erst total schief angenäht, weil der Nähfuß hängengeblieben ist…).

Verlinkt: Rums, Sew it yourself, Stoffreste-Linkparty