Schwarze kurze Sommerhose

Seit 2 Monaten habe ich keinen Blogpost mehr verfasst, aber – der Blog lebt! Es kam nur ein bißchen Zeit dazwischen (oder Mangel an selbiger). Seit April möchte ein Garten komplett umgekrempelt werden (nach Meinung der Nachbarn sollten wir am besten innerhalb von 3 Tagen sämtliche Fehler des Vorgängers ausbügeln und erst einmal alles schön machen, Gemüse anbauen kann man ja auch nächstes Jahr noch…). Und genau in die wichtige Frühlingspflanzzeit fiel auch noch mein Urlaub…

Kindersocken stricken

Heute möchte ich euch aber endlich mal wieder ein Projekt zeigen, dass ich tatsächlich letztes Jahr schon genäht und getragen, aber nie vorgestellt habe: meine kurze, schwarze Sommerhose.

kurze, schwarze Hose

Ähnlichkeiten mit anderen Hosen, z.B. meiner kurzen, grünen Leinenhose oder meiner schwarzen, langen Sommerhose, sind natürlich reiner Zufall… Oder auch einfach Faulheit, denn einen existierenden Schnitt mehrmals zu nähen und zu verändern ist natürlich viel einfacher und praktischer, als für jede Hose einen neuen Schnitt zu suchen.

kurze, schwarze Hose

Wie bereits bei meiner Leinenhose, habe ich auch hier Taschenränder, Bund und Saum verziert um so einen Kontrast zu schaffen (gleichzeitig eine gute Stoffresteverwertung!).

Wie ich finde, ein gelungenes Projekt und super bequem 🙂

kurze, schwarze Hose

Kapuzenjacke – ein Meisterstück

Jedenfalls ist sogar mein Mann begeistert und meint, ich hätte mich selbst übertroffen. Ich habe mir auch extra viel Mühe gegeben. Und hier ist sie, meine rot-graue Kapuzenfleecejacke!

rote Fleecejacke

Ich muss euch vorwarnen, dieser Post wird eine Menge Bilder enthalten, denn die Jacke ist voller Details. Genäht habe ich sie nach dem gleichen Schnitt, wie meine grüne Kapuzenjacke – nach dem Burda-Männerschnitt 7734. In Größe 44 passt die Jacke aber auch einer Frau, die eigentlich Größe 36/38 trägt. Natürlich ist die Jacke dann nicht eng anliegend, sondern etwas weiter. Aber mir gefällt das sowieso besser.

rote Fleecejacke

Der Stoff ist, wie bei meiner grünen Fleecejacke auch, zweifarbiges Fleece. Um etwas Abwechslung rein zu bringen habe ich auch hier wieder die eigentlich für Bündchenstoff vorgesehenen Teile durch Fleece ersetzt.

rote Fleecejacke

Und jetzt beginnt sie, die Bilderflut. Wie gesagt, die Jacke ist etwas detailreicher geworden. Als Kontrast hat die Känguruhtasche einen Randstreifen aus Baumwollstoff bekommen.

rote Fleecejacke

Dieser Kontraststreifen findet sich aber auch an anderen Stellen der Jacke wieder. Unter anderem habe ich damit die Reißverschlußkante innen verdeckt. Auch für den unteren Saum habe ich den hellen Baumwollstoff eingesetzt.

rote Fleecejacke

Und die Kapuze hat ebenfalls einen breiten, hellen Kontraststreifen bekommen. Eigentlich ist dies der Tunnelzug, ich habe auch Ösen eingehämmert, dann aber festgestellt, dass mein Bendel zu dick für die Öse ist und außerdem verwende ich den sowieso nie.

rote Fleecejacke

rote Fleecejacke

Die Kapuzennähte, also sowohl die Teilungsnaht in der Kapuze als auch die Ansatznaht an die Jacke, habe ich mit einem weinroten Stoff verdeckt. Das gibt nicht ganz so viel Kontrast, wie der helle Stoff, wollte ich an diesen Stellen aber auch nicht. Die Farbe passt auch sehr gut und gibt eher einen dunklen Kontrast zum hellen rot der Jacke (im Hintergrund schaut übrigens mein Küchenvorhangsfuchs nach dem Rechten, den ihr auch als Freebie runterladen könnt).

rote Fleecejacke

So sieht das dann am Übergang Kapuze-Jacke/Reißverschluss aus beziehungsweise offen getragen. Hier könnt ihr auch das dezente Muster meines hellen Kontraststoffes gut erkennen.

rote Fleecejacke

rote Fleecejacke

Wie ich finde – sehr schick. Das hat nicht jeder 🙂  Und weil ich schon dabei war, alles schön zu machen mit Kontrast und versteckten Nähten: auch den Ärmelsaum habe ich mit hellem Baumwollstoff gefüttert. Wenn schon, dann richtig.

rote Fleecejacke

Wie ihr euch denken könnt, war das ein ganzes Stück Arbeit und hat einige Zeit in Anspruch genommen. Aber ich bin mehr als zufrieden und liebe die Jacke über alles. Und wenn ich sage, dass die selbst genäht ist, kommen alle aus dem Staunen nicht mehr raus.

Die Jacke schicke ich noch passend zum Februarthema „gezipptes“ zum Jahres-Sew-Along von Fräulein An. Und auch bei RUMS bin ich heute mal wieder dabei.

Ein Utensilo fürs Klopapier

Ungefähr so sieht er nämlich aus, unser „Klorollenhalter“: wie ein rundes Utensilo. Der eigentliche Halter im Bad ist so blöd an der Wand angebracht, dass man sich total verrenken muss um ans Papier zu kommen. Also war schnell klar, wir brauchen eine Alternative.

Klorollenhalter

Genäht habe ich den Halter aus einem Stück Kaffeesack und Omas alter Bettwäsche. Und ja, es ist einfach nur ein kreisrundes Utensilo mit einer Befestigungsschlaufe. Mit einem Druckknopf verschließen und fertig 🙂

Klorollenhalter

Ein Mantel für die kalte Jahreszeit

Wenn es eisig kalt wird, braucht es einfach eine warme Jacke oder Mantel. Da ein guter Mantel natürlich sein Geld kostet, habe ich mir vor inzwischen einigen Jahren stattdessen Stoff gekauft und selbst einen genäht. Natürlich habe ich den Mantel immernoch und auch diesen Winter hält er mich warm. In meinem letzten Post konntet ihr auch schon Teile davon erblicken, heute möchte ich ihn euch genauer zeigen.

Wintermantel

Meine Versuche, den Mantel im freien zu fotografieren, sind leider nicht so gut geworden. Ich möchte euch aber trotzdem ein paar Details zeigen.

Wintermantel

Der Mantel ist ein Zweireiher mit relativ weitem Halsausschnitt. Das ist gut, wenn man einen dicken Schal anhat, aber etwas zugig, wenn man ohne Schal oder nur mit Halstuch unterwegs ist. Praktischerweise kann man aber den Kragen noch weiter schließen, denn unter dem linken Revers versteckt sich ein weiterer Knopf.

Wintermantel

Mit den Ärmeln bin ich nicht ganz zufrieden, denn hier schaut immer der Innenstoff etwas hervor. Das könnte ich natürlich durch Absteppen verhindern, fand ich aber nicht so schön.

Wintermantel

Gefüttert ist der Mantel mit ganz normalem Futterstoff. Im Nachhinein bin ich mit meiner Stoffwahl nicht ganz zufrieden (sowohl Mantel als auch Futter), denn es zieht ein bißchen durch. Sollte ich irgendwann noch einmal einen Mantel nähen, würde ich also vor allem darauf achten, einen schön dichten Mantelstoff zu wählen. Trotzdem trage ich den Mantel gerne und bin mir sicher, dass er noch einige Winter mit mir mitmachen wird.

Verlinkt: rums

Oh Tannenbaum…

… oh Tannenbaum. Tja, bis heute gingen wir davon aus, dass es bei uns keinen Weihnachtsbaum geben wird. Also jedenfalls mein Mann. Letztes Jahr habe ich versucht, einen kleinen Weihnachtsbaum zu finden, den man noch in einer Vase unterkriegt – ziemlich vergeblich. Dieses Jahr habe ich es erst gar nicht versucht. Aber gestern habe ich es noch in den Stoffladen geschafft und grünen Stoff gekauft, abends noch gewaschen und zum Glück war er auch sehr schnell trocken. Heute Vormittag habe ich dann schnell genäht. Et voilà – hier ist er, unser wiederverwendbarer Weihnachtsbaum:

Weihnachtsbaum

Die Weihnachtskugeln sind ein wildes Sammelsurium. Die bunten sind uns als Deko an Geschenken über die Jahre zugewandert, die silbernen haben einst meinen Großeltern gehört. Der Baum ist nur 70 cm hoch, die Kugeln sind also alle relativ klein, aber für uns völlig ausreichend.

Weihnachtsbaum

Die Befestigung für die Kugeln sind übrigens Haken von BH-Verschlüssen. Davon habe ich eine riesen Box voll (auch von Oma), brauche die aber sehr selten. Hierfür passen sie aber super, denn die eigentlichen Aufhänger für die Kugeln sind für solch einen Baum natürlich viel zu groß.

Mal sehen, ob der Baum genau so nächstes Jahr wieder zum Einsatz kommt. Oder ob ich ihn noch etwas umnähe. Ich habe da jedenfalls so eine Idee… aber die wäre zu aufwendig gewesen für 1 Stunde Nähzeit am Vormittag.

Verlinkt: Weekend Wonderland, Nähzeit am Wochenende, crealopee, Weihnachtslinkparty „Sternenzauber“, Weihnachtszauber 2016, Weihnachtsfreuden 2016

Festplatte sicher transportieren

Ich habe euch bereits meine erste Festplattenhülle vorgestellt. Heute gibt es eine zweite Version, die zwar eigentlich für eine solarbetriebene Powerbank gedacht ist (also etwas größer), aber sich auch hervorragend für den Transport einer externen 2,5″ Festplatte eignet.

Schutzhülle

Wer sich jetzt fragt, wozu man eine solarbetriebene Powerbank braucht: Ich war im Sommer in Japan und mir nicht sicher, ob der Adapter, den ich gekauft hatte, auch wirklich mit den Steckdosen dort funktioniert. Da ich ohne Musik aber nicht auskomme und es batteriebetriebene MP3-Player fast gar nicht mehr gibt, war ich auf diese Weise völlig unabhängig von der örtlichen Stromversorgung 🙂 Falls irgendwer vor dem gleichen Problem steht: kauft euch einen zweipoligen Flachstecker für USA/Japan, ich habe keine einzige dreipolige Steckdose gesehen (das berichten auch viele andere in Internetforen).

Schutzhülle

Wie gesagt passt die Größe meiner Powerbank-Hülle aber auch wunderbar für externe Festplatten und war damit auch schon im Einsatz (eine Festplatte brauche ich einfach öfter als eine Powerbank). Genäht habe ich sie aus Stoffresten von meiner Biologen-Arbeitstasche.

Schutzhülle

Das Nähen gestaltete sich doch als schwieriger, als gedacht. Ich wollte, dass der Inhalt richtig gut geschützt ist. Also habe ich ein Futter eingenäht. Meine erste Festplattentasche ist mit Quiltvlies gefüttert, das ging wunderbar. Mangels Vlies habe ich diesmal einen dicken, leicht flauschigen Stoff genommen (ich habe keine Ahnung, was genau es ist. Ich glaube, es war mal eine Bettunterlage). Das ließ sich aber überhaupt nicht gut wenden und händeln, weil es sich nicht so schön zusammendrücken ließ, wie das Quiltvlies. Passieren kann dem Inhalt also absolut nichts, aber der Nähprozess war ein Graus!

Schutzhülle

Dementsprechend musste ich mein Vorhaben, welche Teile ich in welcher Reihenfolge zusammennähe, wende etc.. mehrmals überdenken. Im Endeffekt habe ich die Klappe per Hand angenäht (an der Ecke hat es durch den arg dicken Futterstoff nicht so gut gepasst, das sieht man leider). Ab einem gewissen Punkt bekam ich das Ding einfach nicht mehr unter den Nähfuß…

Schutzhülle

Trotz der Schwierigkeiten beim Nähen und der kleinen Fehler, ist es eine schöne Hülle geworden. Die Powerbank passt haargenau rein, die Festplatte hat noch etwas Luft, beides lässt sich sicher transportieren. Trotz vieler Schweißperlen auf der Stirn beim Nähen bin ich glücklich und zufrieden mit dem Ergebnis.

Verlinkt: TT-Taschen und Täschchen, maritimes & meer, Stoffresteparty, crealopee

Die praktischste Cordhose der Welt

Auch Samson-Hose genannt, weil mein Mann der Ansicht ist, wenn ich ihm mit dieser Hose entgegen komme, sehe ich aus wie Samson.

Cordhose

Ich bin ja ein großer Fan von weiten Hosenbeinen und kann mit Röhrenschnitten überhaupt nichts anfangen, deshalb finde ich diesen Schnitt ausgezeichnet. Einfach nur eine gerade verlaufende Hose.

Cordhose

Allerdings bringt die Hose ncoh ein paar Extras mit. Die Beine werden in 3 Teilen zugeschnitten und aneinander genäht und dabei auch ein paar Taschen eingesetzt. Am linken Bein ist das eine große, eingesetzte Reißverschlußtasche und eine kleine Extratasche ganz tief unten (die ist bei mir aber nur Zierde, denn was soll ich fast schon auf Knöcheltiefe mit einer Tasche?).

Cordhose

Die wichtigste Tasche ist aber am rechten Bein: eine wunderbar große, aufgesetzte Tasche. Hier kann man z.B. beim Wandern eine Karte oder GPS-Gerät reinstecken.

Cordhose

Genäht habe ich die Hose aus Cord. Und meine Gürteltasche 2.0 war bei der Wanderung, auf der die Bilder entstanden sind, natürlich auch mit dabei.

Schnitt: 102 aus Burda 01/2000

Verlinkt: rums, Cord, Cord, Cord