Bequemer Stauraum: eine Sitzkiste

Ich finde Kisten total praktisch. Noch praktischer, vor allem in einer kleinen Wohnung, ist natürlich eine Kiste, die gleichzeitig als Hocker dient. Das lässt sich total einfach mit einer gekauften Holzkiste verwirklichen, der man einen bequemen, stoffbezogenen Deckel verpasst.

Sitzkiste

Dies ist Sitzhocker Nr. 2, den ich gebastelt habe. Es ist ziemlich einfach und kann auch wunderbar zum Abbau von Stoffresten dienen (man könnte z.B. den Deckel auch mit Patchwork beziehen).

Sitzkiste

Ich habe den Deckel ganz gemäß meines (gerade dazu ernannten) Mottos „Die Welt ist öde, ohne Schafe“ bezogen (und außerdem heißt mein Blog ja auch withsheep, weil bereits so viele Schafe in unsere Wohnung eingezogen sind). Da ich etwas knauserig bei schönen Stoffen bin und natürlich keinen Zentimeter zu viel verbrauchen möchte, das Beziehen des Deckels aber doch etwas Stoff erfordert, habe ich meinen Motivstoff auf einen anderen, passenden Stoff aufgenäht (zugegebenermaßen etwas schief…).

Sitzkiste

Was braucht man:

  • 1 Holzkiste (aus dem Baumarkt oder selbst zusammen gebaut, meine Kiste hat die Grundfläche 29,5 x 39,5 cm), die Kiste braucht keinen Deckel, den machen wir selbst!
  • 1 Brett, zugesägt etwas größer als die Kiste (mein Deckel ist ca. 30,5 x 40,5 cm groß)
  • dünne Leiste (zugesägt in 4 Teile, die innen am Deckel festgeschraubt werden und das Verrutschen verhindern. Prinzipiell könnte man auch einfach 4 Klötzchen an die Ecken schrauben, das sollte auch ausreichen)
  • Schaumstoff in der gewünschten Dicke, zugeschnitten auf die Deckelgröße (ich habe 5 cm Dicke für bequem befunden)
  • Stoff (Deckelgröße plus Höhe des Schaumstoffs + ca. 1 cm zum Umschlagen und Befestigen am Deckel + ca 1 cm Saumzugabe)
  • ein paar kurze Schrauben zum Befestigen der Leiste am Deckel (kürzer als die Dicke von Leisten und Deckel zusammengenommen!)
  • kleine Nägel, Holztacker (besitze ich nicht, sollte aber gehen) oder Leim (habe ich noch nicht probiert, müsste aber auch gehen) zum Befestigen des Stoffs

Sitzkiste

Wie man dann vorgeht um diese Zutaten alle zusammen zu bekommen, ist relativ einfach: Zuerst solltet ihr den Stoffrand umnähen, damit später nichts ausfranst bzw. ausreißt. Dann macht ihr ein Sandwich aus Stoff, Schaumstoff und Deckelbrett. Dann den Stoff einschlagen. An den Ecken legt ihr den Stoff in eine kleine Falte und schlagt diese ein, damit es ordentlich aussieht. Stoff am Deckel festnageln/tackern/leimen und zuletzt die Holzleisten festschrauben. Das wars auch schon.

Sitzkiste

In meinem Fall musste ich allerdings erst die kleinen Leisten an den Deckel schrauben, weil mein Deckel aus 2 Holzteilen bestand und die Leisten diese zusammenhalten. Das funktioniert auch, ist aber etwas schwieriger zu handhaben und vor allem war es nicht so leicht, den Stoff festzunageln. Und deshalb musste ich auch durchgehende Holzleisten nehmen und konnte nicht die Variante mit Holzklötzchen in den 4 Ecken ausprobieren.

Sitzkiste

Trotz dieser erhöhten Schwierigkeit ist die Kiste sehr schön geworden und es sitzt sich bequem auf dem Deckel. Leider habe ich das Motiv etwas verzogen, aber was solls: ist halt selbst gemacht 😉

Als letzten Schritt empfiehlt es sich übrigens (so man keinen Teppichboden hat), Filzgleiter unter die Kiste zu kleben, damit der Fußboden keine Kratzer bekommt.

Wunderschöne Weihnachtsstulpen

Also eigentlich habe ich die Stulpen für Rotkäppchen gemacht. Aber auch zu Weihnachten passen sie gut: Wunderschön flauschiger roter Stoff, handbestickt.

Stulpen

Das Muster habe ich selbst entworfen und mit schwarzer Wolle mehr oder weniger frei aufgestickt.

Stulpen

Genäht waren die Stulpen schnell, das Sticken hat aber doch ein paar Fernsehfolgen gekostet.

Stulpen

Sollte euch das Muster gefallen, könnt ihr es euch hier herunterladen und gemäß folgender Lizenz verwenden: Vorlage des Musters (pdf)

Creative Commons License
This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International License.

Wohin soll die Reise gehen?

Seit wir umgezogen sind, stolpern wir immer wieder über interessante Ausflugsziele in der mehr oder weniger nahen Umgebung. Aber wenn man diese Ideen nicht sammelt, vergisst man sie wieder. Und wenn man dann überlegt, was man am Wochenende machen könnte, muss man erstmal überlegen. Die Lösung: der Ausflugskompass!

Kompass

Der Kompass ist auf einen Tapetenrest gemalt und etwa 1×1 Meter. Hinter dem Kompass habe ich Blumendraht in einem unregelmäßigen Netz quer gespannt. Denn…

Kompass

… die Ausflugsziele sollen mit Magneten angepinnt werden können. Natürlich kann man auch eine Eisenplatte hinter dem Kompass an die Wand nageln, Hauptsache, magnetisch. Den Blumendraht habe ich im Laden extra ausprobiert, weil die Verkäufer selbst sich nicht sicher waren, aus welchem Material er ist.

Kompass

Und so sehen die „Zielkärtchen“ aus. Das Sextanten-Bild, das ich für die Karten verwendet habe, ist aus dem Nordisk familjebok und in der Public Domain. Wenn ihr die Ausflugskarten selbst verwenden wollt, könnt ihr sie euch hier herunterladen (pdf) und ausdrucken.

Nils Holgersson Küchenvorhang

Meine Güte, ich habe lange nichts von mir hören lassen! Das heiße Wetter hat mich aber auch weder zum Nähen, noch zum Bloggen animiert. Zum Kochen war es uns auch zu heiß, also haben wir viel „Nichts“ gemacht.

Apropos „kochen“…

Wir haben zu viel Geschirr und brauchten dringend ein neues Küchenregal. Also ab in den Baumarkt und eingekauft. Da in einem offenen Regal in einer Küche ohne Dunstabzugshaube allerdings alles super schnell einfettet, musste ein Vorhang ans Regal.

Küchenvorhang Nils

Ich nahm also alte Bettwäsche von meiner Oma in wunderschönem roten Karodesign, schnitt alles zu und sah dann: Löcher! Die Bettwäsche ist halt alt, also hat sie durchgewetzte Stellen. Aber: die kann man ja mit einer Applikation überdecken.

Küchenvorhang Nils

Und so zogen Smirre der Fuchs und Mårten die Gans aus Nils Holgersson (Selma Lagerlöf) in unserer Küche ein. Das hört sich jetzt einfach an, war aber doch ein langwieriger Prozess. Immerhin habe ich bisher noch nie eine fliegende Gans gemalt.

Küchenvorhang Nils

Nachdem ich Vorlagen erstellt hatte, ging es dann ans Stoff ausschneiden. Zum Glück hatte ich dafür passende Reste parat.

Küchenvorhang Nils

Smirre ist aus rotem und weißem Flauschstoff.

Küchenvorhang Nils

Und auch Mårten ist flauschig (na gut, Füße und Schnabel nicht). Hier habe ich mich vernäht (hätte ich mal auf meine Vorlage geschaut) und an der falschen Stelle eine Naht gemacht. Da das alles Zickzack-Stich ist, wollte ich es aber nicht mehr auftrennen. Eigentlich sollte nicht der obere Flügel mit einer Naht abgetrennt sein, sondern der Schwanz und die Füße…

Küchenvorhang Nils

Dann kam ein Denkfehler zum Vorschein: Ich hatte einen riesigen Vorhang mit applizierten Tierchen und ein Regal, dass er an 3 Seiten verschließen soll. Äh… und wie komme ich an meine Töpfe?! Also habe ich den Vorhang in 2 geteilt. Einen Vorhang für die kurze Seite und einen für die zweite kurze und die lange Front.

Küchenvorhang Nils

Oben habe ich einen Tunnelzug gemacht und einfach Kordel durchgezogen. Aufgehängt ist der Vorhang dann einfach an den Ecken an einem Nagel (ok, er hängt etwas durch, aber ich werde ganz bestimmt keine Vorhangstangen an einem Küchenregal montieren!).

Nachträglich habe ich mir dann noch die Mühe gemacht, Smirre und Mårten zu digitalisieren. Wenn euch die beiden gefallen, dürft ihr sie gerne verwenden (lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz).

smirre (pdf)

marten (pdf)

Creative Commons Lizenzvertrag
Smirre der Fuchs und Mårten die Gans von Birgit Lang sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Verlinkt bei: kopfkino, greenfietsens Fuchs-Linkparty, Crealopee