Wem gehört die Marmelade?

… die da im Kühlschrank rumschimmelt? Solche oder ähnliche Fragen kommen auf Arbeit durchaus vor. Gemeinsamer Kühlschrank für viele Menschen halt (Meine Marmelade schimmelt natürlich nicht!). Bisher habe ich immer Post-its auf meine Marmelade geklebt (und fürs nächste und übernächste Glas nochmal verwendet, bis die Klebekraft nachgibt). Aber das muss doch auch anders gehen, dachte ich mir.

Namensmagnet

Und klebte einen Magnet an einen kleinen Deko-Holzigel, den ich noch rumliegen hatte. Namenskürzel aufgeschrieben, fertig.

Namensmagnet

Die Sache hält wunderbar (natürlich muss der Deckel aus Metall sein und nicht aus Plastik, aber wer hat schon Plastik-Marmeladenglasdeckel) und ist natürlich ewig wiederverwendbar.

Apfel-Quitten-Gelee

Die Marmelade, die heir probestehen darf, ist übrigens mein erster Apfel-Quitten-Gelee. Äpfel gab es dieses Jahr ja zuhauf und ich kam mit dem verwerten kaum hinterher (ich hätte natürlich auch gar nicht erst so viele aufsammeln müssen, aber bei vereinsamten Obstbäumen kann ich einfach nicht widerstehen…).

Apfel-Quitten-Gelee

Die Äpfel sind also allesamt Streuobst von alten Straßenbäumen, für die sich niemand mehr interessiert, und die Quitten gab es auf dem Markt.

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Welches ist denn hier das Gästehandtuch?

Vor der Frage steht man ja oft, wenn man irgendwo zu Besuch ist. Oder wenn Mann es sich im eigenen Haushalt einfach nicht merken kann… Deshalb haben wir jetzt ein Schild an der Wand.

Handtuch Schild

Verwendet habe ich ein Stück Schiefer. Das ist ein wundervolles Gestein und lässt sich sehr leicht bearbeiten. Um ein Loch für die Aufhängung mit dem Handbohrer (damit meine ich einen Bohrer ohne Strom, den man nur mit Handkraft betreibt) reinzubohren, habe ich nicht einmal 1 Minute gebraucht.

Handtuch Schild

Als internationales Zeichen für „Hand“tuch habe ich einfach 2 Hände aufgemalt (für einen echten Handabdruck war das Stück leider zu klein). Jetzt sollte es also keine Verwechslungen mehr geben.

Verlinkt: crealopee, weekend wonderland

Bequemer Stauraum: eine Sitzkiste

Ich finde Kisten total praktisch. Noch praktischer, vor allem in einer kleinen Wohnung, ist natürlich eine Kiste, die gleichzeitig als Hocker dient. Das lässt sich total einfach mit einer gekauften Holzkiste verwirklichen, der man einen bequemen, stoffbezogenen Deckel verpasst.

Sitzkiste

Dies ist Sitzhocker Nr. 2, den ich gebastelt habe. Es ist ziemlich einfach und kann auch wunderbar zum Abbau von Stoffresten dienen (man könnte z.B. den Deckel auch mit Patchwork beziehen).

Sitzkiste

Ich habe den Deckel ganz gemäß meines (gerade dazu ernannten) Mottos „Die Welt ist öde, ohne Schafe“ bezogen (und außerdem heißt mein Blog ja auch withsheep, weil bereits so viele Schafe in unsere Wohnung eingezogen sind). Da ich etwas knauserig bei schönen Stoffen bin und natürlich keinen Zentimeter zu viel verbrauchen möchte, das Beziehen des Deckels aber doch etwas Stoff erfordert, habe ich meinen Motivstoff auf einen anderen, passenden Stoff aufgenäht (zugegebenermaßen etwas schief…).

Sitzkiste

Was braucht man:

  • 1 Holzkiste (aus dem Baumarkt oder selbst zusammen gebaut, meine Kiste hat die Grundfläche 29,5 x 39,5 cm), die Kiste braucht keinen Deckel, den machen wir selbst!
  • 1 Brett, zugesägt etwas größer als die Kiste (mein Deckel ist ca. 30,5 x 40,5 cm groß)
  • dünne Leiste (zugesägt in 4 Teile, die innen am Deckel festgeschraubt werden und das Verrutschen verhindern. Prinzipiell könnte man auch einfach 4 Klötzchen an die Ecken schrauben, das sollte auch ausreichen)
  • Schaumstoff in der gewünschten Dicke, zugeschnitten auf die Deckelgröße (ich habe 5 cm Dicke für bequem befunden)
  • Stoff (Deckelgröße plus Höhe des Schaumstoffs + ca. 1 cm zum Umschlagen und Befestigen am Deckel + ca 1 cm Saumzugabe)
  • ein paar kurze Schrauben zum Befestigen der Leiste am Deckel (kürzer als die Dicke von Leisten und Deckel zusammengenommen!)
  • kleine Nägel, Holztacker (besitze ich nicht, sollte aber gehen) oder Leim (habe ich noch nicht probiert, müsste aber auch gehen) zum Befestigen des Stoffs

Sitzkiste

Wie man dann vorgeht um diese Zutaten alle zusammen zu bekommen, ist relativ einfach: Zuerst solltet ihr den Stoffrand umnähen, damit später nichts ausfranst bzw. ausreißt. Dann macht ihr ein Sandwich aus Stoff, Schaumstoff und Deckelbrett. Dann den Stoff einschlagen. An den Ecken legt ihr den Stoff in eine kleine Falte und schlagt diese ein, damit es ordentlich aussieht. Stoff am Deckel festnageln/tackern/leimen und zuletzt die Holzleisten festschrauben. Das wars auch schon.

Sitzkiste

In meinem Fall musste ich allerdings erst die kleinen Leisten an den Deckel schrauben, weil mein Deckel aus 2 Holzteilen bestand und die Leisten diese zusammenhalten. Das funktioniert auch, ist aber etwas schwieriger zu handhaben und vor allem war es nicht so leicht, den Stoff festzunageln. Und deshalb musste ich auch durchgehende Holzleisten nehmen und konnte nicht die Variante mit Holzklötzchen in den 4 Ecken ausprobieren.

Sitzkiste

Trotz dieser erhöhten Schwierigkeit ist die Kiste sehr schön geworden und es sitzt sich bequem auf dem Deckel. Leider habe ich das Motiv etwas verzogen, aber was solls: ist halt selbst gemacht 😉

Als letzten Schritt empfiehlt es sich übrigens (so man keinen Teppichboden hat), Filzgleiter unter die Kiste zu kleben, damit der Fußboden keine Kratzer bekommt.

Frühlingsgefühle auf dem Balkon

Der Winter ist vorbei, hoffe ich jedenfalls für meine Pflänzchen. Mangels Garten züchte ich Gemüse auf dem Balkon (das Obst = die Erdbeeren sind diesen Winter verstorben :(, aber ich versuche gerade, eine Himbeere anzuziehen). Weil mein Balkon ziemlich kalt und schattig ist, habe ich schon früh mit der Anzucht von Tomaten, Salat und Paprika im kleinen Anzuchthaus begonnen. Die Sonnenzeit in dieser dunklen Ecke reicht nur gerade so aus, um schönes Gemüse zu ernten (wobei meine Paprika im letzten Sommer sogar rot geworden sind :)).

Balkongemüse

Ja, dunkler Hinterhofbalkon… Dieses Jahr sollen meine Pflänzchen das Licht sehen. Und zwar nicht erst, wenn sie den 1 Meter über die Balkonbrüstung geschafft haben, sondern schon als kleine Pflänzchen. Also habe ich mir einen Pflanztisch gebaut.

Pflanztisch

Der Tisch ist eine Zusammenstückelung verschieden großer Reststücke von OSB-Platten. Ich hoffe, die Platten halten wenigstens ein paar Jährchen der Witterung und Nässe stand. Warum eine Zusammenstückelung? Ganz einfach, sie mussten in ein kleines Auto passen und dementsprechend habe ich mich an der Restekiste im Baumarkt bedient.

Pflanztisch

Damit alles hält und auch das Gewicht von viel Erde und Pflanzen aushält, habe ich die Platten untereinander verschraubt und die Beine zusätzlich mit Winkeln befestigt. Bisher scheint alles zu halten, ich hätte aber auch noch ein Bein übrig, sollte sich eine Schwachstelle auftun…

Saatgut

Gesät habe ich natürlich auch schon fleißig:Tomaten, Paprika, Salat, Radieschen, Spinat, verschiedene Kräuter, Trichterwinde, Sonnenblumen, Ringelblumen… Mein Saatgut befindet sich inzwischen fein säuberlich sortiert in einer kleinen Holzkiste, in der sich früher Tee befand. Damit löst diese schöne Kiste einen einfachen Pappkarton ab, der so langsam auseinanderfällt.

Saatgut

Ein Großteil meiner Samen ist selbst gesammelt, entweder von meinem eigenen Balkon oder aus dem Garten meiner Eltern. Bisher habe ich die Samen in alten Filmdöschen aufgehoben, die man blöderweise aber immer öffnen musste, um zu sehen, was drin ist. Jetzt bin ich zum Falten übergegangen und habe damit meinen ewigen Vorrat an Butterbrotpapier mal etwas verkleiner (das reicht wahrscheinlich immernoch ein ganzes Leben!).

Tomate

Verlinkt: Handmade on Tuesday, Meertje: Link your stuff, Dienstagsdinge, creadienstag