Ein Mantel für die kalte Jahreszeit

Wenn es eisig kalt wird, braucht es einfach eine warme Jacke oder Mantel. Da ein guter Mantel natürlich sein Geld kostet, habe ich mir vor inzwischen einigen Jahren stattdessen Stoff gekauft und selbst einen genäht. Natürlich habe ich den Mantel immernoch und auch diesen Winter hält er mich warm. In meinem letzten Post konntet ihr auch schon Teile davon erblicken, heute möchte ich ihn euch genauer zeigen.

Wintermantel

Meine Versuche, den Mantel im freien zu fotografieren, sind leider nicht so gut geworden. Ich möchte euch aber trotzdem ein paar Details zeigen.

Wintermantel

Der Mantel ist ein Zweireiher mit relativ weitem Halsausschnitt. Das ist gut, wenn man einen dicken Schal anhat, aber etwas zugig, wenn man ohne Schal oder nur mit Halstuch unterwegs ist. Praktischerweise kann man aber den Kragen noch weiter schließen, denn unter dem linken Revers versteckt sich ein weiterer Knopf.

Wintermantel

Mit den Ärmeln bin ich nicht ganz zufrieden, denn hier schaut immer der Innenstoff etwas hervor. Das könnte ich natürlich durch Absteppen verhindern, fand ich aber nicht so schön.

Wintermantel

Gefüttert ist der Mantel mit ganz normalem Futterstoff. Im Nachhinein bin ich mit meiner Stoffwahl nicht ganz zufrieden (sowohl Mantel als auch Futter), denn es zieht ein bißchen durch. Sollte ich irgendwann noch einmal einen Mantel nähen, würde ich also vor allem darauf achten, einen schön dichten Mantelstoff zu wählen. Trotzdem trage ich den Mantel gerne und bin mir sicher, dass er noch einige Winter mit mir mitmachen wird.

Verlinkt: rums

Fingerlose-Fäustlings-Handschuhe

Fäustlinge halten wunderbar warm. Aber oft braucht man doch seine Finger. Nichts liegt also näher, als sich eine Kombination aus beidem zu stricken.

Handschuhe

Bei Bedarf kann ich die Klappe über die Finger klappen, ansonsten wird sie von einem Knopf gehalten. Mit der Schlaufe vorne an der Klappe sieht das zugegebernermaßen etwas seltsam aus, vielleicht überlege ich mir dafür noch eine andere Lösung (allerdings nutze ich die Klappen tatsächlich eher selten).

Handschuhe

Die Inspiration dazu habe ich hier bei familie.de gefunden. Allerdings stricke ich Handschuhe genau andersherum, vom Handgelenk zu den Fingern. Das ist wohl Geschmacksache. Ich konnte zum Glück von meiner Erfahrung mit meinen ersten fingerlosen Handschuhen schöpfen.

Verlinkt: Stricklust, HäkelLine

 

Oh Tannenbaum…

… oh Tannenbaum. Tja, bis heute gingen wir davon aus, dass es bei uns keinen Weihnachtsbaum geben wird. Also jedenfalls mein Mann. Letztes Jahr habe ich versucht, einen kleinen Weihnachtsbaum zu finden, den man noch in einer Vase unterkriegt – ziemlich vergeblich. Dieses Jahr habe ich es erst gar nicht versucht. Aber gestern habe ich es noch in den Stoffladen geschafft und grünen Stoff gekauft, abends noch gewaschen und zum Glück war er auch sehr schnell trocken. Heute Vormittag habe ich dann schnell genäht. Et voilà – hier ist er, unser wiederverwendbarer Weihnachtsbaum:

Weihnachtsbaum

Die Weihnachtskugeln sind ein wildes Sammelsurium. Die bunten sind uns als Deko an Geschenken über die Jahre zugewandert, die silbernen haben einst meinen Großeltern gehört. Der Baum ist nur 70 cm hoch, die Kugeln sind also alle relativ klein, aber für uns völlig ausreichend.

Weihnachtsbaum

Die Befestigung für die Kugeln sind übrigens Haken von BH-Verschlüssen. Davon habe ich eine riesen Box voll (auch von Oma), brauche die aber sehr selten. Hierfür passen sie aber super, denn die eigentlichen Aufhänger für die Kugeln sind für solch einen Baum natürlich viel zu groß.

Mal sehen, ob der Baum genau so nächstes Jahr wieder zum Einsatz kommt. Oder ob ich ihn noch etwas umnähe. Ich habe da jedenfalls so eine Idee… aber die wäre zu aufwendig gewesen für 1 Stunde Nähzeit am Vormittag.

Verlinkt: Weekend Wonderland, Nähzeit am Wochenende, crealopee, Weihnachtslinkparty „Sternenzauber“, Weihnachtszauber 2016, Weihnachtsfreuden 2016

Festplatte sicher transportieren

Ich habe euch bereits meine erste Festplattenhülle vorgestellt. Heute gibt es eine zweite Version, die zwar eigentlich für eine solarbetriebene Powerbank gedacht ist (also etwas größer), aber sich auch hervorragend für den Transport einer externen 2,5″ Festplatte eignet.

Schutzhülle

Wer sich jetzt fragt, wozu man eine solarbetriebene Powerbank braucht: Ich war im Sommer in Japan und mir nicht sicher, ob der Adapter, den ich gekauft hatte, auch wirklich mit den Steckdosen dort funktioniert. Da ich ohne Musik aber nicht auskomme und es batteriebetriebene MP3-Player fast gar nicht mehr gibt, war ich auf diese Weise völlig unabhängig von der örtlichen Stromversorgung 🙂 Falls irgendwer vor dem gleichen Problem steht: kauft euch einen zweipoligen Flachstecker für USA/Japan, ich habe keine einzige dreipolige Steckdose gesehen (das berichten auch viele andere in Internetforen).

Schutzhülle

Wie gesagt passt die Größe meiner Powerbank-Hülle aber auch wunderbar für externe Festplatten und war damit auch schon im Einsatz (eine Festplatte brauche ich einfach öfter als eine Powerbank). Genäht habe ich sie aus Stoffresten von meiner Biologen-Arbeitstasche.

Schutzhülle

Das Nähen gestaltete sich doch als schwieriger, als gedacht. Ich wollte, dass der Inhalt richtig gut geschützt ist. Also habe ich ein Futter eingenäht. Meine erste Festplattentasche ist mit Quiltvlies gefüttert, das ging wunderbar. Mangels Vlies habe ich diesmal einen dicken, leicht flauschigen Stoff genommen (ich habe keine Ahnung, was genau es ist. Ich glaube, es war mal eine Bettunterlage). Das ließ sich aber überhaupt nicht gut wenden und händeln, weil es sich nicht so schön zusammendrücken ließ, wie das Quiltvlies. Passieren kann dem Inhalt also absolut nichts, aber der Nähprozess war ein Graus!

Schutzhülle

Dementsprechend musste ich mein Vorhaben, welche Teile ich in welcher Reihenfolge zusammennähe, wende etc.. mehrmals überdenken. Im Endeffekt habe ich die Klappe per Hand angenäht (an der Ecke hat es durch den arg dicken Futterstoff nicht so gut gepasst, das sieht man leider). Ab einem gewissen Punkt bekam ich das Ding einfach nicht mehr unter den Nähfuß…

Schutzhülle

Trotz der Schwierigkeiten beim Nähen und der kleinen Fehler, ist es eine schöne Hülle geworden. Die Powerbank passt haargenau rein, die Festplatte hat noch etwas Luft, beides lässt sich sicher transportieren. Trotz vieler Schweißperlen auf der Stirn beim Nähen bin ich glücklich und zufrieden mit dem Ergebnis.

Verlinkt: TT-Taschen und Täschchen, maritimes & meer, Stoffresteparty, crealopee

Wem gehört die Marmelade?

… die da im Kühlschrank rumschimmelt? Solche oder ähnliche Fragen kommen auf Arbeit durchaus vor. Gemeinsamer Kühlschrank für viele Menschen halt (Meine Marmelade schimmelt natürlich nicht!). Bisher habe ich immer Post-its auf meine Marmelade geklebt (und fürs nächste und übernächste Glas nochmal verwendet, bis die Klebekraft nachgibt). Aber das muss doch auch anders gehen, dachte ich mir.

Namensmagnet

Und klebte einen Magnet an einen kleinen Deko-Holzigel, den ich noch rumliegen hatte. Namenskürzel aufgeschrieben, fertig.

Namensmagnet

Die Sache hält wunderbar (natürlich muss der Deckel aus Metall sein und nicht aus Plastik, aber wer hat schon Plastik-Marmeladenglasdeckel) und ist natürlich ewig wiederverwendbar.

Apfel-Quitten-Gelee

Die Marmelade, die heir probestehen darf, ist übrigens mein erster Apfel-Quitten-Gelee. Äpfel gab es dieses Jahr ja zuhauf und ich kam mit dem verwerten kaum hinterher (ich hätte natürlich auch gar nicht erst so viele aufsammeln müssen, aber bei vereinsamten Obstbäumen kann ich einfach nicht widerstehen…).

Apfel-Quitten-Gelee

Die Äpfel sind also allesamt Streuobst von alten Straßenbäumen, für die sich niemand mehr interessiert, und die Quitten gab es auf dem Markt.

Welches ist denn hier das Gästehandtuch?

Vor der Frage steht man ja oft, wenn man irgendwo zu Besuch ist. Oder wenn Mann es sich im eigenen Haushalt einfach nicht merken kann… Deshalb haben wir jetzt ein Schild an der Wand.

Handtuch Schild

Verwendet habe ich ein Stück Schiefer. Das ist ein wundervolles Gestein und lässt sich sehr leicht bearbeiten. Um ein Loch für die Aufhängung mit dem Handbohrer (damit meine ich einen Bohrer ohne Strom, den man nur mit Handkraft betreibt) reinzubohren, habe ich nicht einmal 1 Minute gebraucht.

Handtuch Schild

Als internationales Zeichen für „Hand“tuch habe ich einfach 2 Hände aufgemalt (für einen echten Handabdruck war das Stück leider zu klein). Jetzt sollte es also keine Verwechslungen mehr geben.

Verlinkt: crealopee, weekend wonderland

Die praktischste Cordhose der Welt

Auch Samson-Hose genannt, weil mein Mann der Ansicht ist, wenn ich ihm mit dieser Hose entgegen komme, sehe ich aus wie Samson.

Cordhose

Ich bin ja ein großer Fan von weiten Hosenbeinen und kann mit Röhrenschnitten überhaupt nichts anfangen, deshalb finde ich diesen Schnitt ausgezeichnet. Einfach nur eine gerade verlaufende Hose.

Cordhose

Allerdings bringt die Hose ncoh ein paar Extras mit. Die Beine werden in 3 Teilen zugeschnitten und aneinander genäht und dabei auch ein paar Taschen eingesetzt. Am linken Bein ist das eine große, eingesetzte Reißverschlußtasche und eine kleine Extratasche ganz tief unten (die ist bei mir aber nur Zierde, denn was soll ich fast schon auf Knöcheltiefe mit einer Tasche?).

Cordhose

Die wichtigste Tasche ist aber am rechten Bein: eine wunderbar große, aufgesetzte Tasche. Hier kann man z.B. beim Wandern eine Karte oder GPS-Gerät reinstecken.

Cordhose

Genäht habe ich die Hose aus Cord. Und meine Gürteltasche 2.0 war bei der Wanderung, auf der die Bilder entstanden sind, natürlich auch mit dabei.

Schnitt: 102 aus Burda 01/2000

Verlinkt: rums, Cord, Cord, Cord