Ein Utensilo fürs Klopapier

Ungefähr so sieht er nämlich aus, unser „Klorollenhalter“: wie ein rundes Utensilo. Der eigentliche Halter im Bad ist so blöd an der Wand angebracht, dass man sich total verrenken muss um ans Papier zu kommen. Also war schnell klar, wir brauchen eine Alternative.

Klorollenhalter

Genäht habe ich den Halter aus einem Stück Kaffeesack und Omas alter Bettwäsche. Und ja, es ist einfach nur ein kreisrundes Utensilo mit einer Befestigungsschlaufe. Mit einem Druckknopf verschließen und fertig 🙂

Klorollenhalter

Damit der Koffer auch ankommt

Die meisten haben ihre Reiseplanung vermutlich schon lange abgeschlossen und sind schon längst aus dem Urlaub zurück. Meine Reiseplanung läuft noch auf Hochtouren. Allerdings wird es kein Urlaub, sondern Arbeit. Sonst würde ich wohl auch nicht fliegen. Und weil ich normalerweise nicht fliege, fehlen mir natürlich die üblichen Accessoires, wie z.B. ein Kofferanhänger.

Kofferanhänger

Hat ja jeder, braucht man ja ständig… nur ich halt nicht. Also habe ich mit meinen ungefähren Vorstellungen, wie der Anhänger aussehen und was er können soll, das Internet durchforstet und ob ihr es glaubt oder nicht, keine Nähanleitung hat mir komplett zugesagt. Also schnell selbst entwickelt (schnell heißt in diesem Fall, dass ich im Frühjahr den Prototyp entwickelt und erst jetzt „meinen“ Anhänger genäht habe).

Kofferanhänger

Was sollte er können? Er sollte eine Klappe haben, damit nicht jeder sofort die Adresse lesen kann. Und er sollte am Koffer befestigt werden ohne Druckknöpfe und Co, damit da nichts abreißen kann. Das Ergebnis seht ihr hier. Ob es tatsächlich einen Flug gut übersteht, sehen wir dann demnächst. Und wenn ja, schreibe ich auch noch eine Anleitung dazu.

Der Stoff ist übrigens ein Rest von meinem Küchenvorhang, den ich kürzen musste. Also eine perfekte Resteverwertung. Für die durchsichtige Folie habe ich ein Stück abwaschbare, durchsichtige Tischdecke gekauft. Ich wurde im Laden zwar etwas seltsam angeschaut, aber es war kein Problem, nur 20 cm Tischdecke zu bekommen 😀

Verlinkt: Nähzeit am Wochenende, Stoffresteparty, crealopee, HAPPYrecycling, facile et beau – Upcycling Linkparty

Gürteltasche 2.0

Für die Arbeit habe ich mir bereits vor einiger Zeit eine Gürteltasche genäht. So habe ich Schlüssel und Portemonnaie immer dabei und (meist) auch einen Zettel und Bleistift. Tasche Nr. 1 war allerdings noch etwas dilettantisch genäht (es waren ein paar Denkfehler dabei) und nachdem ich sie fast 2 Jahre jeden Tag am Gürtel hatte, musste ich sie schon flicken, da der Cord durchgewetzt war. Also Zeit für Gürteltasche 2.0.

Gürteltasche

Diesmal habe ich die Tasche ganz in schwarz gestaltet, das passt zu allem und sieht seriös genug aus für die Arbeit. Wieder ist es ein Cordstoff geworden, ich habe hier eine alte Hose verarbeitet.

Gürteltasche

Die Gürtelschlaufen habe ich diesmal ein bißchen anders gestaltet, hier lag bei der ersten Version auch der Denkfehler. Ansonsten habe ich Form und Gestaltung gelassen, Nr. 1 hat sich hier bewährt.

Gürteltasche

Ach nein, noch eine Sache habe ich verändert: die Art und Weise, wie ich den Reißverschluß eingenäht habe. Bei Nr. 1 habe ich mich noch abgemüht und den Reißverschluß direkt eingenäht (allerdings kriege ich das nie so richtig gut hin), diesmal habe ich die einfachere Variante gewählt und die Taschenvorderseite geteilt.

Gürteltasche

Auch 2.0 hat eine kleine, aufgesetzte Tasche. Diese wird mit einem Druckknopf verschlossen und beinhaltet (meist) einen Notizzettel und Bleistift.

Gürteltasche

Ein Futter habe ich mir gespart. Das könnte man sicherlich machen, aber da man die Innenseite der Tasche sowieso nicht sieht, der Cordstoff steif genug ist und ich faul bin, habe ich darauf verzichtet. Vielleicht dann bei 3.0 🙂

Diese Tasche ist auch mein Beitrag zu greenfietsens Taschen-Sew-Along 2016 für den Monat Mai. Das Thema ist „Unterwegs und auf Reisen“ und mit dieser Tasche bin ich jeden Tag unterwegs (und auf Reisen ist sie auch dabei und das Portemonnaie dadurch immer griffbereit).

Verlinkt: Upcycling Linkparty, TT – Taschen und Täschchen, Happy Recycling, Cord, Cord, Cord,

Eine Bommel ist nicht genug

Deshalb hat meine neue Mütze gleich zwei!

Bommelmütze

Da ich die Mütze etwas zu weit gestrickt habe, habe ich sie noch mit einer Beanie aus einem alten Top gefüttert. Damit das passt, habe ich die Beanie allerdings ein ganzes Stück gekürzt.

Bommelmütze

Und was soll ich sagen: Ich liebe meine Doppelbommelmütze! Mit dem Futter ist sie auch richtig warm und es kann noch so windig sein, meine Ohren frieren nicht 🙂

Bommelmütze

Strickanleitung: Modell 54 aus Treffpunkt Wolle Herbst/Winter 2010/2011 von Wolle Rödel

Anleitung Beanie: Hamburger Liebe

Verlinkt: Handmade on Tuesday, creadienstag, HäkelLine, DienstagsDinge, ImmermalwasNeues: Stricklust, Upcycling-Linkparty bei facile et beau

Zwiebelnetz

Endlich (!) liegen unsere Zwiebeln nicht mehr einfach so auf dem Schrank herum, sondern hängen schön luftig am Regal. Ich habe uns ein Zwiebelnetz gehäkelt. Und weil es in der Küche ja durchaus mal etwas fettiger zugeht und ab und zu doch eine Zwiebel zu gammeln anfängt, habe ich gleichzeitig auch den Stapel Plastiktüten reduziert (der erstaunlich groß ist, wenn man bedenkt, dass wir immer brav mit Beuteln einkaufen gehen, z.B. unserer riesigen Nilpferd-Einkaufstasche).

Zwiebelnetz

Gleichzeitig war es auch meine erste „Plastiktütenhäkelei“. 5 Tüten habe ich verbraucht. Das Netz ist stabil und reißfest, für diesen Zweck einfach perfekt.

Zwiebelnetz

Für das Netz habe ich mich an der Anleitung von Grimmskram orientiert, mit ein paar Änderungen (mein „Garn war wohl doch um einiges dicker ;)).

  • Ich habe das Netz kleiner gelassen
  • Um eine gute Eingriffsöffnung zu haben, habe ich nach einigen Runden nur noch mit der Hälfte der Maschen weitergehäkelt (in Bahnen). Dadurch wird die eine Seite des Netzes höher als die andere.
  • Als Rand habe ich feste Maschen gehäkelt und dabei etwa die Hälfte der Maschen abgenommen, sonst wäre das Netz zu groß gewesen
  • Anstatt Henkel habe ich eine dreisträngige Aufhängung angehäkelt. Dazu habe ich von meinem Startpunkt am Rand 60 Luftmaschen gehäkelt, eine Kettmasche zum Verbinden mit der anderen Seite, 30 feste Maschen zurück (bis zur Mitte der Luftmaschen), 30 Luftmaschen in die 3. Richtung, mit einer Kettmasche mit dem Netz verbunden, 30 feste Maschen zurück und noch die fehlenden 30 festen Maschen in die „Start“luftmaschen

Zwiebelnetz

Also ich bin überzeugt, eine super Zwiebelaufbewahrung. Vielleicht häkel ich noch ein Kartoffelnetz…

Das letzte Bild zeigt übrigens auch noch einmal schön mein kartoffelbedrucktes Gewürzregal.

Verlinkt: handmade on tuesday, creadienstag, upcycling, happy recycling

Alte Hausschuhe neu bezogen

Ich habe diese Hausschuhe schon Ewigkeiten, 20 Jahre dürften es wohl sein. Jedenfalls haben wir sie im jugendlichen Eifer vor 17 Jahren mit Edding bunt angemalt. Da meine Füße seitdem nicht gewachsen sind und Qualität halt doch Qualität ist, habe ich die Schuhe immernoch.

Hausschuhe

Ok, ein bißchen ausgelatscht sind sie, aber ansonsten völlig intakt. Nun bräuchte ich eigentlich mal Hausschuhe für die Arbeit, wenn man den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, qualmen einem doch irgendwann die Füße. Aber mit denen wirke ich wohl nicht sonderlich seriös. Was tun? Ran an die Stoffrestekiste!

Hausschuhe

Na? So sehen sie doch gleich viel besser aus. Mein Mann fragte mich auch gleich, ob ich neue Schuhe habe.

Hausschuhe

Die Durchführung war ganz einfach, nur etwas klebrig. Ich habe mir eine Schablone aus Papier gebastelt und auf grünen Leinenstoff übertragen. Den Stoff habe ich mit Kraftkleber auf das Leder geklebt. Für die Umrandung habe ich auch zu Stoffresten gegriffen, lange Streifen zugeschnitten, den Rand umgenäht und dann die Streifen um die Kanten geklebt.

Und weil ich Stoffreste von Kleidern verwendet habe, kann ich sogar mit meinen Hausschuhen im Partnerlook gehen 😉

Verlinkt: rums, crealopee