Hängeutensilo fürs Bad

Da uns Ablagefläche im Bad fehlt und alles, was auf der Waschmaschine steht, bei jedem Waschgang weggeräumt werden muss, habe ich ein Hängeutensilo nach dem Car Caddy-Schnitt von sew4home genäht. Fürs Auto habe ich diesen Schnitt schon ausprobiert und einfach minimal abgewandelt.

Hängeutensilo

Da Schafe und Nilpferde bei uns ganz hoch im Kurs stehen, habe ich diese zwei Stoffe für das Utensilo ausgewählt. Das macht doch gleich bessere Laune morgens im Bad…

Hängeutensilo

Anstatt der eigentlichen, für den Autositz gedachten Befestigung, habe ich als Aufhängung einfach einen Gardinenring eingesetzt. Haken an die Wand und fertig. Einziger Nachteil dieser Variante (oder auch meiner Faulheit, Vlieseline zur Verstärkung einzusetzen): das Utensilo hat sich über die Zeit ein bißchen gerollt.

Hängeutensilo

 

Natürlich habe ich auch ein bißchen was am Schnitt verändert. Die Erfahrung vom Car Caddy hat gezeigt, dass die Fächer dazu neigen, den Inhalt zu verlieren. Dementsprechend habe ich bei den breiten Mittelfächern eine Befestigung eingebaut. Ein kleines Band genäht und mit Druckknopf versehen – fertig. So kann das Fach auch prall gefüllt werden und nichts fällt heraus.

Hängeutensilo

Die obere und die untere Reihe hat dafür andere Fächergrößen bekommen, als vorgesehen. Unten habe ich einfach irgendwo einen Fehler gemacht und ausgebügelt (ähem…), in der oberen Reihe habe ich die Einteilung tatsächlich mit Absicht so vorgenommen.

Hängeutensilo

Inzwischen hängt das Utensilo schon eine Weile im Bad und ist echt ein wertvoller Ordnungshelfer.

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Kleine Wohnung – Platzprobleme

Bevor ich euch heute etwas von Platzproblemen in kleinen Wohnungen erzähle, möchte ich erst noch kurz berichten, was mir derzeit so die Zeit raubt: ein kleiner Schrebergarten, der komplett umgekrempelt, besät und beerntet werden möchte. Es macht tierisch Spaß, ist manchmal frustrierend (ich sage nur: Schnecken!), aber ich konnte auch schon ernten und genießen. Und begrüße euch heute mit einem kleinen Blumenstrauß (im Hintergrund seht ihr übrigens Smirre und Mårten).

Gartenblumen

Eigentlich bin ich kein Schnittblumen-Fan, aber die Hortensie musste umziehen und hat dabei eine Blüte geopfert und der Lavendel passte einfach so gut dazu. Als Grundlage hat dann auch der Frauenmantel noch 2 Blätter hergeben müssen.

Gartenblumen

Jetzt aber zu den Platzproblemen.

Wenn man eine kleine Wohnung hat, wird man nicht nur Meister im Stapeln. Man lernt auch, jeden Winkel zu nutzen und sich Lösungen auszudenken. Unsere derzeitige Küche ist nicht die kleinste, mit der ich jemals leben musste. Trotzdem wissen wir nie, wohin mit allem (vor allem, da wir unseren bröckeligen Wänden nicht zutrauen, Hängeschränke mitsamt Inhalt zu tragen…).

Untersetzer-Utensilo

Auch die großen Untersetzer für Töpfe sind entweder im Weg, oder so gut verstaut, dass sie keiner findet. Also habe ich ein Wandutensilo für die Untersetzer genäht.

Untersetzer-Utensilo

Damit es gut abwaschbar ist (eine Küche ist ja selten fettfrei), habe ich es aus Resten von einer Wachstischdecke genäht. Ich habe definitiv schon einfacher zu verarbeitendes Material unter der Nähmaschine gehabt. Um es mir nicht unnötig schwer zu machen, habe ich gar nicht erst über wenden nachgedacht, sondern einfach auf rechts und die Ränder mit Stoffband eingefasst (einen Teil musste ich per Hand nähen, da hätte ich mir wohl zu Beginn wenigstens über die Reihenfolge Gedanken machen sollen…). Das schönste Utensilo ist es sicher nicht geworden, aber es erfüllt seinen Zweck…

Schwarze kurze Sommerhose

Seit 2 Monaten habe ich keinen Blogpost mehr verfasst, aber – der Blog lebt! Es kam nur ein bißchen Zeit dazwischen (oder Mangel an selbiger). Seit April möchte ein Garten komplett umgekrempelt werden (nach Meinung der Nachbarn sollten wir am besten innerhalb von 3 Tagen sämtliche Fehler des Vorgängers ausbügeln und erst einmal alles schön machen, Gemüse anbauen kann man ja auch nächstes Jahr noch…). Und genau in die wichtige Frühlingspflanzzeit fiel auch noch mein Urlaub…

Kindersocken stricken

Heute möchte ich euch aber endlich mal wieder ein Projekt zeigen, dass ich tatsächlich letztes Jahr schon genäht und getragen, aber nie vorgestellt habe: meine kurze, schwarze Sommerhose.

kurze, schwarze Hose

Ähnlichkeiten mit anderen Hosen, z.B. meiner kurzen, grünen Leinenhose oder meiner schwarzen, langen Sommerhose, sind natürlich reiner Zufall… Oder auch einfach Faulheit, denn einen existierenden Schnitt mehrmals zu nähen und zu verändern ist natürlich viel einfacher und praktischer, als für jede Hose einen neuen Schnitt zu suchen.

kurze, schwarze Hose

Wie bereits bei meiner Leinenhose, habe ich auch hier Taschenränder, Bund und Saum verziert um so einen Kontrast zu schaffen (gleichzeitig eine gute Stoffresteverwertung!).

Wie ich finde, ein gelungenes Projekt und super bequem 🙂

kurze, schwarze Hose

Kapuzenjacke – ein Meisterstück

Jedenfalls ist sogar mein Mann begeistert und meint, ich hätte mich selbst übertroffen. Ich habe mir auch extra viel Mühe gegeben. Und hier ist sie, meine rot-graue Kapuzenfleecejacke!

rote Fleecejacke

Ich muss euch vorwarnen, dieser Post wird eine Menge Bilder enthalten, denn die Jacke ist voller Details. Genäht habe ich sie nach dem gleichen Schnitt, wie meine grüne Kapuzenjacke – nach dem Burda-Männerschnitt 7734. In Größe 44 passt die Jacke aber auch einer Frau, die eigentlich Größe 36/38 trägt. Natürlich ist die Jacke dann nicht eng anliegend, sondern etwas weiter. Aber mir gefällt das sowieso besser.

rote Fleecejacke

Der Stoff ist, wie bei meiner grünen Fleecejacke auch, zweifarbiges Fleece. Um etwas Abwechslung rein zu bringen habe ich auch hier wieder die eigentlich für Bündchenstoff vorgesehenen Teile durch Fleece ersetzt.

rote Fleecejacke

Und jetzt beginnt sie, die Bilderflut. Wie gesagt, die Jacke ist etwas detailreicher geworden. Als Kontrast hat die Känguruhtasche einen Randstreifen aus Baumwollstoff bekommen.

rote Fleecejacke

Dieser Kontraststreifen findet sich aber auch an anderen Stellen der Jacke wieder. Unter anderem habe ich damit die Reißverschlußkante innen verdeckt. Auch für den unteren Saum habe ich den hellen Baumwollstoff eingesetzt.

rote Fleecejacke

Und die Kapuze hat ebenfalls einen breiten, hellen Kontraststreifen bekommen. Eigentlich ist dies der Tunnelzug, ich habe auch Ösen eingehämmert, dann aber festgestellt, dass mein Bendel zu dick für die Öse ist und außerdem verwende ich den sowieso nie.

rote Fleecejacke

rote Fleecejacke

Die Kapuzennähte, also sowohl die Teilungsnaht in der Kapuze als auch die Ansatznaht an die Jacke, habe ich mit einem weinroten Stoff verdeckt. Das gibt nicht ganz so viel Kontrast, wie der helle Stoff, wollte ich an diesen Stellen aber auch nicht. Die Farbe passt auch sehr gut und gibt eher einen dunklen Kontrast zum hellen rot der Jacke (im Hintergrund schaut übrigens mein Küchenvorhangsfuchs nach dem Rechten, den ihr auch als Freebie runterladen könnt).

rote Fleecejacke

So sieht das dann am Übergang Kapuze-Jacke/Reißverschluss aus beziehungsweise offen getragen. Hier könnt ihr auch das dezente Muster meines hellen Kontraststoffes gut erkennen.

rote Fleecejacke

rote Fleecejacke

Wie ich finde – sehr schick. Das hat nicht jeder 🙂  Und weil ich schon dabei war, alles schön zu machen mit Kontrast und versteckten Nähten: auch den Ärmelsaum habe ich mit hellem Baumwollstoff gefüttert. Wenn schon, dann richtig.

rote Fleecejacke

Wie ihr euch denken könnt, war das ein ganzes Stück Arbeit und hat einige Zeit in Anspruch genommen. Aber ich bin mehr als zufrieden und liebe die Jacke über alles. Und wenn ich sage, dass die selbst genäht ist, kommen alle aus dem Staunen nicht mehr raus.

Die Jacke schicke ich noch passend zum Februarthema „gezipptes“ zum Jahres-Sew-Along von Fräulein An. Und auch bei RUMS bin ich heute mal wieder dabei.

Ein Utensilo fürs Klopapier

Ungefähr so sieht er nämlich aus, unser „Klorollenhalter“: wie ein rundes Utensilo. Der eigentliche Halter im Bad ist so blöd an der Wand angebracht, dass man sich total verrenken muss um ans Papier zu kommen. Also war schnell klar, wir brauchen eine Alternative.

Klorollenhalter

Genäht habe ich den Halter aus einem Stück Kaffeesack und Omas alter Bettwäsche. Und ja, es ist einfach nur ein kreisrundes Utensilo mit einer Befestigungsschlaufe. Mit einem Druckknopf verschließen und fertig 🙂

Klorollenhalter

Ein Mantel für die kalte Jahreszeit

Wenn es eisig kalt wird, braucht es einfach eine warme Jacke oder Mantel. Da ein guter Mantel natürlich sein Geld kostet, habe ich mir vor inzwischen einigen Jahren stattdessen Stoff gekauft und selbst einen genäht. Natürlich habe ich den Mantel immernoch und auch diesen Winter hält er mich warm. In meinem letzten Post konntet ihr auch schon Teile davon erblicken, heute möchte ich ihn euch genauer zeigen.

Wintermantel

Meine Versuche, den Mantel im freien zu fotografieren, sind leider nicht so gut geworden. Ich möchte euch aber trotzdem ein paar Details zeigen.

Wintermantel

Der Mantel ist ein Zweireiher mit relativ weitem Halsausschnitt. Das ist gut, wenn man einen dicken Schal anhat, aber etwas zugig, wenn man ohne Schal oder nur mit Halstuch unterwegs ist. Praktischerweise kann man aber den Kragen noch weiter schließen, denn unter dem linken Revers versteckt sich ein weiterer Knopf.

Wintermantel

Mit den Ärmeln bin ich nicht ganz zufrieden, denn hier schaut immer der Innenstoff etwas hervor. Das könnte ich natürlich durch Absteppen verhindern, fand ich aber nicht so schön.

Wintermantel

Gefüttert ist der Mantel mit ganz normalem Futterstoff. Im Nachhinein bin ich mit meiner Stoffwahl nicht ganz zufrieden (sowohl Mantel als auch Futter), denn es zieht ein bißchen durch. Sollte ich irgendwann noch einmal einen Mantel nähen, würde ich also vor allem darauf achten, einen schön dichten Mantelstoff zu wählen. Trotzdem trage ich den Mantel gerne und bin mir sicher, dass er noch einige Winter mit mir mitmachen wird.

Verlinkt: rums

Oh Tannenbaum…

… oh Tannenbaum. Tja, bis heute gingen wir davon aus, dass es bei uns keinen Weihnachtsbaum geben wird. Also jedenfalls mein Mann. Letztes Jahr habe ich versucht, einen kleinen Weihnachtsbaum zu finden, den man noch in einer Vase unterkriegt – ziemlich vergeblich. Dieses Jahr habe ich es erst gar nicht versucht. Aber gestern habe ich es noch in den Stoffladen geschafft und grünen Stoff gekauft, abends noch gewaschen und zum Glück war er auch sehr schnell trocken. Heute Vormittag habe ich dann schnell genäht. Et voilà – hier ist er, unser wiederverwendbarer Weihnachtsbaum:

Weihnachtsbaum

Die Weihnachtskugeln sind ein wildes Sammelsurium. Die bunten sind uns als Deko an Geschenken über die Jahre zugewandert, die silbernen haben einst meinen Großeltern gehört. Der Baum ist nur 70 cm hoch, die Kugeln sind also alle relativ klein, aber für uns völlig ausreichend.

Weihnachtsbaum

Die Befestigung für die Kugeln sind übrigens Haken von BH-Verschlüssen. Davon habe ich eine riesen Box voll (auch von Oma), brauche die aber sehr selten. Hierfür passen sie aber super, denn die eigentlichen Aufhänger für die Kugeln sind für solch einen Baum natürlich viel zu groß.

Mal sehen, ob der Baum genau so nächstes Jahr wieder zum Einsatz kommt. Oder ob ich ihn noch etwas umnähe. Ich habe da jedenfalls so eine Idee… aber die wäre zu aufwendig gewesen für 1 Stunde Nähzeit am Vormittag.

Verlinkt: Weekend Wonderland, Nähzeit am Wochenende, crealopee, Weihnachtslinkparty „Sternenzauber“, Weihnachtszauber 2016, Weihnachtsfreuden 2016