Tierische Eierbecher

Passend zu Ostern möchte ich euch heute unsere Eierbecher vorstellen. Entstanden ist die Idee aus der Not heraus, das wir keine Eierbecher mit Ablagerand für die Schalen hatten. Da ich sowieso zum Töpfern wollte, habe ich uns also zwei Becher getöpfert. Einer natürlich withsheep, aber auch der zweite ist tierisch süß.

Eierbecher

Ein Nilpferd, jawohl.

Eierbecher

Als winzig kleines Detail hat das Nilpferd natürlich auch einen Schwanz.

Eierbecher

Das Schaf hat dafür Dauerwellen auf den Kopf bekommen.

Eierbecher

Natürlich liegt es genauso platt und erschlagen da, wie das Nilpferd. Kein Wunder, wenn man so ein dickes Osterei verputzt hat…

Eierbecher

Die Farben sind doch ein bißchen dunkler geworden, als ich dachte. Aber ein Nilpferd braucht nun einmal Wasser und ein Schaf eine grüne Wiese…

Eierbecher

Mir gefallen die Eierbecher auf jeden Fall.

Eierbecher

Ja, und wie habe ich die Bechergröße hinbekommen? Ich stand tatsächlich mit einem gekochten Ei im Töpferkurs und habe die Becher daran angepasst. Da der Ton beim Brennen noch schrumpft, habe ich die Becher ein Stückchen größer gemacht. Meine Schätzung war wohl ganz gut, denn die Eier passen (natürlich nicht perfekt, da Eier ja unterschiedliche Größen haben und ich auch nicht perfekt rund getöpfert habe).

Verlinkt: Oster-Linkparty bei Himmelsstück, Happy Easter von Kartoffeltiger, crealopee

Was vom Brot übrig blieb

Ja, meist ist das nicht viel, höchstens der Rand (das Knerzchen) wird trocken und wird dann an Kollegen zum Pferde oder Schweine füttern weitergegeben.

Vor über 1 Jahr schrieb ich bereits, dass ich unser Sauerteigbrot jetzt selbst backe. Und es ist keine Eintagsfliege geworden, ich backe immernoch. Die Not ist immernoch die gleiche: die Bäcker vor Ort backen einfach kein gescheites Brot (traurig, aber wahr). Unserem Sauerteig geht es jedenfalls noch gut und ich möchte hire versuchen, sein erstes Jahr etwas Revue passieren zu lassen.

Sauerteig

Das ist er, unser Teig. Die meiste Zeit des Jahres verbringt er im Schraubglas im Kühlschrank – damit er Luft zum Atmen hat wird der Deckel aber nicht richtig zugedreht. Alle 7 bis 10 Tage darf er dann in Aktion treten und zeigen, was in ihm steckt. Raus aus dem Kühlschrank, rein in die Schüssel.

Sauerteig

Etwas Roggenmehl und Wasser dazu, ca 10 Stunden ruhen lassen, erneut Mehl und Wasser dazu und dann ist er bereit für das nächste Brot. Natürlich wird vom Anstellgut erst wieder etwas abgenommen und im Glas in den Kühlschrank gestellt – bis nächste Woche. Der Rest wird zu einem wunderbaren Brot verarbeitet.

Sonnenblumenbrot

Meist entsteht ein Kastenbrot mit Sonnenblumenkernen – innendrin, untendrunter und obendrauf. Manchmal streue ich auch Haferflocken aufs Brot (wenn irgendwer vergessen hat, den Sonnenblumenkernvorrat aufzufüllen). Das Brot wird im ganz normalen Küchenofen gebacken. Ein Steinofen wäre sicherlich toll, aber man kann ja nicht alles haben…

Sauerteigbrot

Ab und zu mache ich auch eine grüßere Menge Teig, als für unser Kastenbrot nötig, und backe noch ein „kleines Rundes“. Da ich keinen Gärkorb habe, muss ich hier etwas improvisieren und so ganz habe ich die richtige Mischung auch noch nicht raus. Für solch ein Brot muss ich wohl mehr Mehl untermischen bzw. weniger Wasser, jedenfalls läuft es noch etwas zu weit auseinander. Schmecken tut es trotzdem und die Kruste ist hervorragend!

Also (mit 2 Monaten Verspätung), Happy Birthday Sauerteigbrot!!!

 

Wem gehört die Marmelade?

… die da im Kühlschrank rumschimmelt? Solche oder ähnliche Fragen kommen auf Arbeit durchaus vor. Gemeinsamer Kühlschrank für viele Menschen halt (Meine Marmelade schimmelt natürlich nicht!). Bisher habe ich immer Post-its auf meine Marmelade geklebt (und fürs nächste und übernächste Glas nochmal verwendet, bis die Klebekraft nachgibt). Aber das muss doch auch anders gehen, dachte ich mir.

Namensmagnet

Und klebte einen Magnet an einen kleinen Deko-Holzigel, den ich noch rumliegen hatte. Namenskürzel aufgeschrieben, fertig.

Namensmagnet

Die Sache hält wunderbar (natürlich muss der Deckel aus Metall sein und nicht aus Plastik, aber wer hat schon Plastik-Marmeladenglasdeckel) und ist natürlich ewig wiederverwendbar.

Apfel-Quitten-Gelee

Die Marmelade, die heir probestehen darf, ist übrigens mein erster Apfel-Quitten-Gelee. Äpfel gab es dieses Jahr ja zuhauf und ich kam mit dem verwerten kaum hinterher (ich hätte natürlich auch gar nicht erst so viele aufsammeln müssen, aber bei vereinsamten Obstbäumen kann ich einfach nicht widerstehen…).

Apfel-Quitten-Gelee

Die Äpfel sind also allesamt Streuobst von alten Straßenbäumen, für die sich niemand mehr interessiert, und die Quitten gab es auf dem Markt.

Monster im Regal

Ich habe einige Gläser, die mir gut gefallen, die aber keinen Deckel habe. Lange überlegte ich, wie man einen Deckel basteln könnte. Dann stolperte ich über Annies Anleitung für die Glasmonster (Freebie). Perfekt!

Glasmonster

Farblich ist es ein Krümelmonster geworden. Vielleicht ist es also ganz gut, dass es nicht die Keksdose, sondern den Zitronenzucker bewacht 😀

Annies Anleitung war super einfach und auch für ungeübte Häkler zu verstehen. Vielen Dank dafür!

Verlinkt: HäkelLine, Häkelliebe

Küchenschürze die Zweite

Vor Ewigkeiten versprochen und immer wieder vergessen… Meine Schäfchenschürze habe ich euch ja bereits gezeigt, aber Küchenschürze Nr. 2 fehlt noch. Mir ist sie natürlich zu groß, denn sie gehört meinem Mann, aber extra fürs Foto habe ich sie mir mal umgebunden.

Küchenschürze

Bei diesem wunderschönen Nilpferdstoff konnte ich nicht nein sagen. Bindeband und Brusttasche sind als Akzent aus perfekt passendem, einfarbig gelbem Stoff.

Küchenschürze

Stellt sich natürlich die Frage, ob Nilpferde und Schafe sich vertragen. Die Antwort ist eindeutig: Ja! Und ja, beide Schürzen kommen regelmäßig zum Einsatz 🙂

Küchenschürze

Schnitt: eigener (sieht man auch daran, dass ich mich irgendwie vermessen habe…)

Verlinkt: Für Söhne und Kerle, Alles Männersache

Ein gemütliches Sonntagsfrühstück…

… mit den besten Croissants der Welt! Jedenfalls der östlichen Welt. Also dem Bereich, den man einst DDR nannte. Denn wir haben herausgefunden: das Geheimnis des Croissantsbackens scheint hier noch nicht angekommen zu sein. Wir wollten schon aufgeben und uns auf Besuch „im Westen“ genauso gierig auf Croissants stürzen, wie auf italienisches Eis*. Aber! Ein Lichtblick, ich entdeckte die Seite von Aurelie Bastian und der 4. Croissantversuch wurde jetzt mit dem Prädikat „genialste Croissants überhaupt“ ausgezeichnet.

Croissants

Et voilà, les croissants!** Aurelie hat zwei verschiedene Croissantrezepte, die Croissants selon „Lenôtre“ haben bei uns geschmacklich aber besser abgeschnitten.

Und wenn wir hier schon in der Küche stehen und uns den Duft frischer, leckerer Croissants um die Nase wehen lassen, löse ich mal noch meine Ankündigung von vor langer Zeit ein und präsentiere endlich mal meine Küchenschürze. 🙂

Küchenschürze Schafe

Natürlich mit Schafen, was auch sonst 😉 Seit ich jede Woche ein Sauerteigbrot backe, ist sie allerdings nicht mehr so sauber.

Küchenschürze Schafe

Den Rand habe ich komplett mit einem schwarzen Streifen eingefasst. Aus dem gleichen Stoff habe ich auch den Mittelstreifen und das Band zum Zubinden genäht. Schnickschnack wie Taschen habe ich mir gespart, sowas verwende ich sowieso nie.

Damit wünsche ich euch einen schönen Sonntag, genießt euer Frühstück!

Verlinkt: crealopee

*auch das ist hier lange nicht so gut! Könnte natürlich damit zusammenhängen, dass „im Westen“ bereits seit Generationen Italiener gutes Eis herstellen und es hierher nur einzelne verschlagen hat. Außerdem stehen hier alle auf Softeis :p

**Oder so ähnlich, ich kann kein französisch…

Zwiebelnetz

Endlich (!) liegen unsere Zwiebeln nicht mehr einfach so auf dem Schrank herum, sondern hängen schön luftig am Regal. Ich habe uns ein Zwiebelnetz gehäkelt. Und weil es in der Küche ja durchaus mal etwas fettiger zugeht und ab und zu doch eine Zwiebel zu gammeln anfängt, habe ich gleichzeitig auch den Stapel Plastiktüten reduziert (der erstaunlich groß ist, wenn man bedenkt, dass wir immer brav mit Beuteln einkaufen gehen, z.B. unserer riesigen Nilpferd-Einkaufstasche).

Zwiebelnetz

Gleichzeitig war es auch meine erste „Plastiktütenhäkelei“. 5 Tüten habe ich verbraucht. Das Netz ist stabil und reißfest, für diesen Zweck einfach perfekt.

Zwiebelnetz

Für das Netz habe ich mich an der Anleitung von Grimmskram orientiert, mit ein paar Änderungen (mein „Garn war wohl doch um einiges dicker ;)).

  • Ich habe das Netz kleiner gelassen
  • Um eine gute Eingriffsöffnung zu haben, habe ich nach einigen Runden nur noch mit der Hälfte der Maschen weitergehäkelt (in Bahnen). Dadurch wird die eine Seite des Netzes höher als die andere.
  • Als Rand habe ich feste Maschen gehäkelt und dabei etwa die Hälfte der Maschen abgenommen, sonst wäre das Netz zu groß gewesen
  • Anstatt Henkel habe ich eine dreisträngige Aufhängung angehäkelt. Dazu habe ich von meinem Startpunkt am Rand 60 Luftmaschen gehäkelt, eine Kettmasche zum Verbinden mit der anderen Seite, 30 feste Maschen zurück (bis zur Mitte der Luftmaschen), 30 Luftmaschen in die 3. Richtung, mit einer Kettmasche mit dem Netz verbunden, 30 feste Maschen zurück und noch die fehlenden 30 festen Maschen in die „Start“luftmaschen

Zwiebelnetz

Also ich bin überzeugt, eine super Zwiebelaufbewahrung. Vielleicht häkel ich noch ein Kartoffelnetz…

Das letzte Bild zeigt übrigens auch noch einmal schön mein kartoffelbedrucktes Gewürzregal.

Verlinkt: handmade on tuesday, creadienstag, upcycling, happy recycling