Was vom Brot übrig blieb

Ja, meist ist das nicht viel, höchstens der Rand (das Knerzchen) wird trocken und wird dann an Kollegen zum Pferde oder Schweine füttern weitergegeben.

Vor über 1 Jahr schrieb ich bereits, dass ich unser Sauerteigbrot jetzt selbst backe. Und es ist keine Eintagsfliege geworden, ich backe immernoch. Die Not ist immernoch die gleiche: die Bäcker vor Ort backen einfach kein gescheites Brot (traurig, aber wahr). Unserem Sauerteig geht es jedenfalls noch gut und ich möchte hire versuchen, sein erstes Jahr etwas Revue passieren zu lassen.

Sauerteig

Das ist er, unser Teig. Die meiste Zeit des Jahres verbringt er im Schraubglas im Kühlschrank – damit er Luft zum Atmen hat wird der Deckel aber nicht richtig zugedreht. Alle 7 bis 10 Tage darf er dann in Aktion treten und zeigen, was in ihm steckt. Raus aus dem Kühlschrank, rein in die Schüssel.

Sauerteig

Etwas Roggenmehl und Wasser dazu, ca 10 Stunden ruhen lassen, erneut Mehl und Wasser dazu und dann ist er bereit für das nächste Brot. Natürlich wird vom Anstellgut erst wieder etwas abgenommen und im Glas in den Kühlschrank gestellt – bis nächste Woche. Der Rest wird zu einem wunderbaren Brot verarbeitet.

Sonnenblumenbrot

Meist entsteht ein Kastenbrot mit Sonnenblumenkernen – innendrin, untendrunter und obendrauf. Manchmal streue ich auch Haferflocken aufs Brot (wenn irgendwer vergessen hat, den Sonnenblumenkernvorrat aufzufüllen). Das Brot wird im ganz normalen Küchenofen gebacken. Ein Steinofen wäre sicherlich toll, aber man kann ja nicht alles haben…

Sauerteigbrot

Ab und zu mache ich auch eine grüßere Menge Teig, als für unser Kastenbrot nötig, und backe noch ein „kleines Rundes“. Da ich keinen Gärkorb habe, muss ich hier etwas improvisieren und so ganz habe ich die richtige Mischung auch noch nicht raus. Für solch ein Brot muss ich wohl mehr Mehl untermischen bzw. weniger Wasser, jedenfalls läuft es noch etwas zu weit auseinander. Schmecken tut es trotzdem und die Kruste ist hervorragend!

Also (mit 2 Monaten Verspätung), Happy Birthday Sauerteigbrot!!!

 

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Pflaumen, so viel das Herz begehrt

Jetzt kommt wieder die Zeit der kulinarischen Entdeckungen in der Natur. Gestern habe ich mal wieder einen Spaziergang an einem neuen Ort gemacht und bin gleich über eine Reihe wilder Pflaumenbäume gestolpert. Toll! Da musste ich gleich zuschlagen. Gelbe und rote. Ich dachte erst, die gelben wären Mirabellen. Aber es scheinen beides wilde Pflaumen zu sein.

Wilde Pflaumen

Die Hälfte der Pflaumen habe ich für einen Kuchen verwendet. Die andere Hälfte wird vielleicht noch eingekocht (wenn sie nicht auf magische Weise noch vorher verschwindet…).

Pflaumenkuchen

Das Schöne an den zwei Farben ist, dass man ein bißchen spielen kann. Also habe ich gelb und rot abwechselnd in Reihen auf dem Kuchen verteilt. Und was soll ich sagen, der Kuchen sieht nicht nur gut aus, er schmeckt auch noch verdammt gut!

Pflaumenkuchen

Der Teig ist ein einfacher Mürbeteig. Der Rand ist vielleicht etwas dick geraten (meine Form hat 20 cm Durchmesser, die Teigmenge war aber für 25 cm). Aber der Teig schmeckt so gut und ist auch gar nicht trocken, den kann man auch wunderbar so essen 🙂

Ein gemütliches Sonntagsfrühstück…

… mit den besten Croissants der Welt! Jedenfalls der östlichen Welt. Also dem Bereich, den man einst DDR nannte. Denn wir haben herausgefunden: das Geheimnis des Croissantsbackens scheint hier noch nicht angekommen zu sein. Wir wollten schon aufgeben und uns auf Besuch „im Westen“ genauso gierig auf Croissants stürzen, wie auf italienisches Eis*. Aber! Ein Lichtblick, ich entdeckte die Seite von Aurelie Bastian und der 4. Croissantversuch wurde jetzt mit dem Prädikat „genialste Croissants überhaupt“ ausgezeichnet.

Croissants

Et voilà, les croissants!** Aurelie hat zwei verschiedene Croissantrezepte, die Croissants selon „Lenôtre“ haben bei uns geschmacklich aber besser abgeschnitten.

Und wenn wir hier schon in der Küche stehen und uns den Duft frischer, leckerer Croissants um die Nase wehen lassen, löse ich mal noch meine Ankündigung von vor langer Zeit ein und präsentiere endlich mal meine Küchenschürze. 🙂

Küchenschürze Schafe

Natürlich mit Schafen, was auch sonst 😉 Seit ich jede Woche ein Sauerteigbrot backe, ist sie allerdings nicht mehr so sauber.

Küchenschürze Schafe

Den Rand habe ich komplett mit einem schwarzen Streifen eingefasst. Aus dem gleichen Stoff habe ich auch den Mittelstreifen und das Band zum Zubinden genäht. Schnickschnack wie Taschen habe ich mir gespart, sowas verwende ich sowieso nie.

Damit wünsche ich euch einen schönen Sonntag, genießt euer Frühstück!

Verlinkt: crealopee

*auch das ist hier lange nicht so gut! Könnte natürlich damit zusammenhängen, dass „im Westen“ bereits seit Generationen Italiener gutes Eis herstellen und es hierher nur einzelne verschlagen hat. Außerdem stehen hier alle auf Softeis :p

**Oder so ähnlich, ich kann kein französisch…

Frühstück komplett selbst hergestellt

Frühstück selbstgemacht? Hört sich erstmal seltsam an, schließlich kann sich wohl jeder ein Marmeladenbrot schmieren. Aber: kann sich auch jeder ein selbst gebackenes Sauerteigbrot mit selbstgemachter Butter und selbstgemachter Marmelade schmieren?

FrühstückDas Brot ist das an Weihnachten gebackene Roggen-Weizen-Sonnenblumenkern-Sauerteigbrot.

Die Marmelade habe ich im Herbst hergestellt: Brombeer-Schichtmarmelade (mit Apfelmus) aus dem kleinen Büchlein „Einfach gut einkochen“ aus dem Servusmagazin. Sehr lecker!

Und die Butter, die ist gestern spontan entstanden. Ich wollte das sowieso mal ausprobieren, Butter selbst herzustellen (Anleitungen dazu gibt es haufenweise im Internet. Kurzgesagt: Sahne schütteln bis sich Butter und Buttermilch trennen). Und da wir derzeit eher Sahne als Butter im Haus haben, habe ich mir ein Glas geschnappt und Sahne geschüttelt. Es hat gut funktioniert und schmeckt wunderbar.

So lässt sich der Tag doch gleich viel besser beginnen!

Küchenschürze

PS: Schäfchen und Nilpferdschürze haben mir dabei auch über die Schulter geschaut. Die muß ich euch demnächst auch einmal vorstellen.

In der Weihnachtsbäckerei

Und was macht ihr so an den freien Tagen? Ich habe viel Zeit in der Küche verbracht.

Zucker und Mehl

Vor Weihnachten habe ich einfach keine Zeit dazu gefunden. erst am 23. stellte ich mich also in die Küche um noch ein paar Weihnachtsplätzchen zu backen.

Weihnachtsplätzchen

Nächste Baustelle: Brot. Vor kurzem habe ich einen Kurs im Sauerteigbrotbacken gemacht und seitdem steht „Ernie“ bei uns im Kühlschrank. Das zweite Brot habe ich bereits mit „Ernie“ gebacken.

Sonnenblumenkernbrot

Nach dem Gehen lassen sieht es schon ganz gut aus. Aber nach dem Backen noch besser! Es ist ein Roggen-Weizen-Mischbrot mit vielen Sonnenblumenkernen.

Sonnenblumenkernbrot

Die letzte Backgeschichte waren schwedische Kanelbullar (Zimtschnecken). Es war der erste Versuch und die Kanelbullar schmecken auch gut, aber am Aussehen muss ich noch arbeiten. Der Teig war noch zu klebrig und ließ sich deshalb schlecht schneiden. Aber inzwischen habe ich noch ein paar Rezepte gewälzt und das nächste Mal klappt es hoffentlich besser 🙂

Kanelbullar