Das Schweizerkäse-Regal

Mein eigenes Bücherregal ist so gut gefüllt, dass ich unwichtige Bücher bereits in Kisten bei meinen Eltern lagere (was vor allem daran liegt, dass ich im Schnitt alle 2 Jahre umziehe und Bücher umziehen einfach keinen Spaß macht). Dafür wollte mein Mann bei unserem letzten Umzug aber seine Bücher mitziehen. Also brauchte er auch ein Regal.

Bücherregal

Und natürlich nicht irgendein Regal. Es sollte mein Regal-Meisterstück werden (normalerweise sind meine selbstgebauten Regale immer etwas windschief). Ich habe also genau gemessen und geplant. Ungefähr dann hört es aber mit der meisterhaften Durchführung auf.

Bücherregal

Das Regal sollte flexibel sein, also habe ich im 5-Zentimeter-Abstand Löcher in die Seitenteile gebohrt. In diese Löcher wurden Holzdübel gesteckt, auf die man die Regalböden legt. Nachdem ich geschätzte 70 Löcher gebohrt hatte, wunderte ich mich, dass das Regal so niedrig ist. Anstatt in die Seitenteile hatte ich die Löcher in die (noch nicht zugesägten) Bretter für die Regalböden gebohrt… Also nochmal Löcher in die richtigen Bretter bohren… wir haben jetzt ein Schweizerkäse-Regal!

Bücherregal

Wenigstens der Abschluß oben hat funktioniert. Das obere Brett ist unsichtbar und völlig schraubenlos mit Holzdübeln an den Seitenteilen verbunden. Ausmessen, Löcher in Abschlußbrett und Seitenteile bohren, Dübel rein und aufsetzen – eine Millimeterarbeit! Damit dieses Regal endlich mal nicht wackelt und windschief daherkommt, habe ich es hinten mit zwei Holzkreuzen stabilisiert.

Bücherregal

Für die Tür habe ich mir was besonderes einfallen lassen: Eine Bildertür. Vorne Bilderrahmen und eine Collage, hinten habe ich eine Wand aus Presspappe angeschraubt. Der Verschluß ist ein Magnet, den ich von irgendeinem alten Möbelstück übrig hatte.

Bücherregal

Den Bilderrahmen für die Tür habe ich aus Leisten zusammengeschraubt. Eigentlich wollte ich auch noch eine Plexiglasscheibe vorsetzen, aber dazu hatte ich nicht das richtige Sägeblatt und der Kunststoff ist gesplittert. Aber auch ohne Scheibe gefällt mir die Tür.

Das ist es also, unser Schweizerkäse-Regal. Oder der Beweis dafür, dass ich völlig ungeeignet für den Schreinerberuf bin. Auf jeden Fall ein Regal mit Geschichte, an dass ich mich immer erinnern werde.

PS: Es fing eigentlich bereits im Baumarkt beim Bretterkauf an, als ich 10 Minuten vor Ladenschluß nochmal zurückkam um die Bretter zersägen zu lassen, weil sie nicht ins Auto passten…

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