Pflaumen, so viel das Herz begehrt

Jetzt kommt wieder die Zeit der kulinarischen Entdeckungen in der Natur. Gestern habe ich mal wieder einen Spaziergang an einem neuen Ort gemacht und bin gleich über eine Reihe wilder Pflaumenbäume gestolpert. Toll! Da musste ich gleich zuschlagen. Gelbe und rote. Ich dachte erst, die gelben wären Mirabellen. Aber es scheinen beides wilde Pflaumen zu sein.

Wilde Pflaumen

Die Hälfte der Pflaumen habe ich für einen Kuchen verwendet. Die andere Hälfte wird vielleicht noch eingekocht (wenn sie nicht auf magische Weise noch vorher verschwindet…).

Pflaumenkuchen

Das Schöne an den zwei Farben ist, dass man ein bißchen spielen kann. Also habe ich gelb und rot abwechselnd in Reihen auf dem Kuchen verteilt. Und was soll ich sagen, der Kuchen sieht nicht nur gut aus, er schmeckt auch noch verdammt gut!

Pflaumenkuchen

Der Teig ist ein einfacher Mürbeteig. Der Rand ist vielleicht etwas dick geraten (meine Form hat 20 cm Durchmesser, die Teigmenge war aber für 25 cm). Aber der Teig schmeckt so gut und ist auch gar nicht trocken, den kann man auch wunderbar so essen🙂

Damit der Koffer auch ankommt

Die meisten haben ihre Reiseplanung vermutlich schon lange abgeschlossen und sind schon längst aus dem Urlaub zurück. Meine Reiseplanung läuft noch auf Hochtouren. Allerdings wird es kein Urlaub, sondern Arbeit. Sonst würde ich wohl auch nicht fliegen. Und weil ich normalerweise nicht fliege, fehlen mir natürlich die üblichen Accessoires, wie z.B. ein Kofferanhänger.

Kofferanhänger

Hat ja jeder, braucht man ja ständig… nur ich halt nicht. Also habe ich mit meinen ungefähren Vorstellungen, wie der Anhänger aussehen und was er können soll, das Internet durchforstet und ob ihr es glaubt oder nicht, keine Nähanleitung hat mir komplett zugesagt. Also schnell selbst entwickelt (schnell heißt in diesem Fall, dass ich im Frühjahr den Prototyp entwickelt und erst jetzt „meinen“ Anhänger genäht habe).

Kofferanhänger

Was sollte er können? Er sollte eine Klappe haben, damit nicht jeder sofort die Adresse lesen kann. Und er sollte am Koffer befestigt werden ohne Druckknöpfe und Co, damit da nichts abreißen kann. Das Ergebnis seht ihr hier. Ob es tatsächlich einen Flug gut übersteht, sehen wir dann demnächst. Und wenn ja, schreibe ich auch noch eine Anleitung dazu.

Der Stoff ist übrigens ein Rest von meinem Küchenvorhang, den ich kürzen musste. Also eine perfekte Resteverwertung. Für die durchsichtige Folie habe ich ein Stück abwaschbare, durchsichtige Tischdecke gekauft. Ich wurde im Laden zwar etwas seltsam angeschaut, aber es war kein Problem, nur 20 cm Tischdecke zu bekommen😀

Verlinkt: Nähzeit am Wochenende, Stoffresteparty, crealopee, HAPPYrecycling, facile et beau – Upcycling Linkparty

Monster im Regal

Ich habe einige Gläser, die mir gut gefallen, die aber keinen Deckel habe. Lange überlegte ich, wie man einen Deckel basteln könnte. Dann stolperte ich über Annies Anleitung für die Glasmonster (Freebie). Perfekt!

Glasmonster

Farblich ist es ein Krümelmonster geworden. Vielleicht ist es also ganz gut, dass es nicht die Keksdose, sondern den Zitronenzucker bewacht😀

Annies Anleitung war super einfach und auch für ungeübte Häkler zu verstehen. Vielen Dank dafür!

Verlinkt: HäkelLine, Häkelliebe

Küchenschürze die Zweite

Vor Ewigkeiten versprochen und immer wieder vergessen… Meine Schäfchenschürze habe ich euch ja bereits gezeigt, aber Küchenschürze Nr. 2 fehlt noch. Mir ist sie natürlich zu groß, denn sie gehört meinem Mann, aber extra fürs Foto habe ich sie mir mal umgebunden.

Küchenschürze

Bei diesem wunderschönen Nilpferdstoff konnte ich nicht nein sagen. Bindeband und Brusttasche sind als Akzent aus perfekt passendem, einfarbig gelbem Stoff.

Küchenschürze

Stellt sich natürlich die Frage, ob Nilpferde und Schafe sich vertragen. Die Antwort ist eindeutig: Ja! Und ja, beide Schürzen kommen regelmäßig zum Einsatz🙂

Küchenschürze

Schnitt: eigener (sieht man auch daran, dass ich mich irgendwie vermessen habe…)

Verlinkt: Für Söhne und Kerle, Alles Männersache

Bequemer Stauraum: eine Sitzkiste

Ich finde Kisten total praktisch. Noch praktischer, vor allem in einer kleinen Wohnung, ist natürlich eine Kiste, die gleichzeitig als Hocker dient. Das lässt sich total einfach mit einer gekauften Holzkiste verwirklichen, der man einen bequemen, stoffbezogenen Deckel verpasst.

Sitzkiste

Dies ist Sitzhocker Nr. 2, den ich gebastelt habe. Es ist ziemlich einfach und kann auch wunderbar zum Abbau von Stoffresten dienen (man könnte z.B. den Deckel auch mit Patchwork beziehen).

Sitzkiste

Ich habe den Deckel ganz gemäß meines (gerade dazu ernannten) Mottos „Die Welt ist öde, ohne Schafe“ bezogen (und außerdem heißt mein Blog ja auch withsheep, weil bereits so viele Schafe in unsere Wohnung eingezogen sind). Da ich etwas knauserig bei schönen Stoffen bin und natürlich keinen Zentimeter zu viel verbrauchen möchte, das Beziehen des Deckels aber doch etwas Stoff erfordert, habe ich meinen Motivstoff auf einen anderen, passenden Stoff aufgenäht (zugegebenermaßen etwas schief…).

Sitzkiste

Was braucht man:

  • 1 Holzkiste (aus dem Baumarkt oder selbst zusammen gebaut, meine Kiste hat die Grundfläche 29,5 x 39,5 cm), die Kiste braucht keinen Deckel, den machen wir selbst!
  • 1 Brett, zugesägt etwas größer als die Kiste (mein Deckel ist ca. 30,5 x 40,5 cm groß)
  • dünne Leiste (zugesägt in 4 Teile, die innen am Deckel festgeschraubt werden und das Verrutschen verhindern. Prinzipiell könnte man auch einfach 4 Klötzchen an die Ecken schrauben, das sollte auch ausreichen)
  • Schaumstoff in der gewünschten Dicke, zugeschnitten auf die Deckelgröße (ich habe 5 cm Dicke für bequem befunden)
  • Stoff (Deckelgröße plus Höhe des Schaumstoffs + ca. 1 cm zum Umschlagen und Befestigen am Deckel + ca 1 cm Saumzugabe)
  • ein paar kurze Schrauben zum Befestigen der Leiste am Deckel (kürzer als die Dicke von Leisten und Deckel zusammengenommen!)
  • kleine Nägel, Holztacker (besitze ich nicht, sollte aber gehen) oder Leim (habe ich noch nicht probiert, müsste aber auch gehen) zum Befestigen des Stoffs

Sitzkiste

Wie man dann vorgeht um diese Zutaten alle zusammen zu bekommen, ist relativ einfach: Zuerst solltet ihr den Stoffrand umnähen, damit später nichts ausfranst bzw. ausreißt. Dann macht ihr ein Sandwich aus Stoff, Schaumstoff und Deckelbrett. Dann den Stoff einschlagen. An den Ecken legt ihr den Stoff in eine kleine Falte und schlagt diese ein, damit es ordentlich aussieht. Stoff am Deckel festnageln/tackern/leimen und zuletzt die Holzleisten festschrauben. Das wars auch schon.

Sitzkiste

In meinem Fall musste ich allerdings erst die kleinen Leisten an den Deckel schrauben, weil mein Deckel aus 2 Holzteilen bestand und die Leisten diese zusammenhalten. Das funktioniert auch, ist aber etwas schwieriger zu handhaben und vor allem war es nicht so leicht, den Stoff festzunageln. Und deshalb musste ich auch durchgehende Holzleisten nehmen und konnte nicht die Variante mit Holzklötzchen in den 4 Ecken ausprobieren.

Sitzkiste

Trotz dieser erhöhten Schwierigkeit ist die Kiste sehr schön geworden und es sitzt sich bequem auf dem Deckel. Leider habe ich das Motiv etwas verzogen, aber was solls: ist halt selbst gemacht😉

Als letzten Schritt empfiehlt es sich übrigens (so man keinen Teppichboden hat), Filzgleiter unter die Kiste zu kleben, damit der Fußboden keine Kratzer bekommt.

Schafstein

Diese Idee habe ich irgendwo im Netz gefunden und für gut befunden. Immerhin ist hier alles „with sheep“.

Schaf Dekostein

Deko ist eigentlich ja nicht so mein Ding, sondern alles sollte einen praktischen nutzen haben. Aber bei Schafen kann ich einfach nicht anders… Ich könnte es aber auch als Briefbeschwerer einsetzen, denn es ist ja ein Stein (übrigens ein Hiddensee-Strandstein).

Schaf Dekostein

Mangels geeigneter Farbe habe ich übrigens auf meine Porzellanmalfarbe zurückgegriffen und den Stein im Ofen gebacken.

 

Ahoi Biologentasche!

Die letzten 2 Jahre war meine Auf-der-Arbeit-Tasche ein Tagungsjutebeutel mit langem Träger. Aber… ich wollte eine neue Tasche. Eine, die ein bißchen mehr kann als 2 zusammengenähte Quadrate sein. Und eine Biologentasche noch dazu. Also ging es mit grober Designvorstellung in den Stoffladen.

Easybag

Lange habe ich Stoffe hin und her geschoben, irgendwas biologisches sollte es sein. Letztendlich landete ich bei diesem Walstoff (auch wenn ich kein Meeresbiologe bin). Zu Hause habe ich dann noch das Internet gewälzt und festgestellt, dass Schnabelinas Easybag so ziemlich meiner Vorstellung entspricht, wie meine Tasche aussehen sollte. Super, so hatte ich weniger Denkarbeit zu leisten🙂

Easybag

Zum Glück habe ich mir vor dem Nähen doch noch einmal verbildlicht, welche Maße die Tasche hat. Und siehe da, ich dachte erst „ich will eine große Tasche“, aber mir reichte die kleine Variante völlig aus. Nur die Höhe habe ich um ca. 5 cm verlängert.

Easybag

Genäht habe ich die Tasche mit Kellerfalte und Reißverschluß.Und zusätzlich einer Paspel zwischen Passe und Beutelteil. Den Stoff für die Passe finde ich übrigens total passend für die Wale, haben sie so doch noch ein paar Meereswellen…

Easybag

Und dann kamen natürlich noch ein paar Veränderungen: Ein Karabiner, eine kleine Reißverschlußtasche und noch ein weiteres Innenfach mussten einfach sein.

Easybag

Eine Innentasche ist in der Anleitung (übrigens kostenlos!) zwar auch enthalten, allerdings wird sie direkt an den Futterstoff genäht. Wegen der Kellerfalte und weil ich meine kleine Reißverschlußtasche oben haben wollte, habe ich eine komplette Extratasche genäht und den oberen Rand beim Annähen der Passe an den Taschenbeutel mitgefasst.

Easybag

Und Innenfächer mussten auch noch sein.

Easybag

Dazu habe ich einfach einen weiteren (ca halben) Taschenbeutel zugeschnitten, den Rand oben umgenäht und in der Mitte abgenäht um 2 Innenfächer zu erhalten.

Easybag

Und was soll ich sagen? Ich bin hellauf begeistert von meiner neuen „Arbeitstasche“. Muster, Farben, Form der Tasche… Einfach super. Mit dem Reißverschluß ist der Inhalt sicher verstaut und durch das zusätzliche Innenleben auch annähernd sortiert.

Danke, Roswitha, für den tollen Schnitt und die super Anleitung (Easybag)!

 

Verlinkt: rums, TT-Taschen und Täschchen, maritimes & meer